Robert Jenrick tritt Kemi Badenochs Schattenkabinett bei
Robert Jenrick hat die Rolle des Schattenjustizministers in Kemi Badenochs Führungsteam übernommen, wie die BBC berichtete. Dieser Schritt folgt auf Badenochs Wahl zur neuen Tory-Vorsitzenden.
Wichtige Ernennungen im Schattenkabinett
Badenoch wird voraussichtlich auch Dame Priti Patel zu ihrer Schatten-Außenministerin und Mel Stride zu ihrem Schatten-Kanzler ernennen. Sowohl Patel als auch Stride waren zusammen mit Jenrick Konkurrenten im Rennen um den Tory-Vorsitz, wobei Badenoch Jenrick in der Endrunde besiegte.
Aus einer konservativen Quelle ging hervor, dass es ausführliche Diskussionen über verschiedene Positionen gegeben habe, bevor Jenrick seine aktuelle Rolle annahm:
„Kemi mag Rob einfach nicht. Sie glaubt, dass sein ganzes Gerede über sie und ihre politische Einstellung ihr bei den Rechten und bei den Reformwählern nachhaltig geschadet hat. Das wird sich wahrscheinlich nur noch weiter auflösen.“
Die Spannungen zwischen Jenrick und Badenoch eskalierten während des Wahlkampfs um den Parteivorsitz, als in politischen Diskussionen gegenseitige Vorwürfe der Respektlosigkeit laut wurden.
Hintergrund der Kennzahlen
In ihrer Siegesrede würdigte Badenoch Jenricks „Energie und Entschlossenheit“ und betonte, dass es mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede zwischen ihnen gebe. Jenrick erwiderte dies, indem er ihr gratulierte und zur Einheit unter den Konservativen aufrief.
Eine offizielle Bekanntgabe des kompletten Schattenkabinetts von Badenoch wird vor dessen erster Sitzung am Dienstag erwartet. Die neu ernannte Schattenbildungsministerin Laura Trott war zuvor Chefsekretärin im Finanzministerium, während Neil O’Brien die Rolle des Schattenbildungsministers übernimmt.
Badenochs neue Schatten-Außenministerin, Dame Priti, vertritt Witham seit 2010 und hatte während ihrer Amtszeit mehrere Ministerposten inne. Obwohl sie 2017 aufgrund nicht genehmigter Treffen von ihrem Amt als Entwicklungsministerin zurücktrat, kehrte sie später unter Boris Johnson als Innenministerin in die Regierung zurück.
Mel Stride, der 2010 als Vertreter von Central Devon ins Parlament einzog, war ein enger Verbündeter von Rishi Sunak. Zuvor war er Minister für Arbeit und Renten.
Zukünftige Herausforderungen
Die aktuelle Labour-Regierung verfügt über 120 Minister, was es für die Tories schwierig macht, alle Posten mit ihren 121 Abgeordneten zu besetzen. Der ehemalige Innenminister James Cleverly erklärte kürzlich, er werde nicht am Schattenkabinett teilnehmen und drückte damit seinen Wunsch nach einer Pause von der Frontpolitik aus.
Auch andere prominente Persönlichkeiten wie der ehemalige Schatzkanzler Jeremy Hunt und der ehemalige stellvertretende Premierminister Oliver Dowden haben sich dafür entschieden, auf die Hinterbänke zurückzukehren, anstatt sich Badenochs neuem Team anzuschließen.