# Untersuchung der Erschießung von Chris Kaba
Die Ermittlungen zur **Erschießung von Chris Kaba** haben erhebliche Debatten ausgelöst, insbesondere im Hinblick auf die Entscheidung, den beteiligten Waffenbeamten **freizusprechen**. **Sal Naseem**, der die Untersuchung für das Independent Office for Police Conduct (**IOPC**) leitete, verteidigte seine Einschätzung, dass die Möglichkeit eines Mordes bestehe, trotz der Gegenreaktionen nach dem Prozess gegen den Beamten.
## Wichtige Ereignisse, die zur Schießerei führten
Sergeant Martyn Blake, Mitglied der Spezialeinheit für Schusswaffen MO19, wurde letzten Monat des Mordes für nicht schuldig befunden. Dieses Urteil löste Proteste der Familie Kaba aus. Am 5. September 2022 wurde Kaba in den Kopf geschossen, nachdem er versucht hatte, einer Polizeikontrolle in Südlondon zu entkommen. Bemerkenswerterweise wurden in dem Audi, den er fuhr, keine Schusswaffen sichergestellt. Der Audi war mit einer Schießerei aus einem vorbeifahrenden Auto am Vortag in Verbindung gebracht worden.
Während seines Prozesses erklärte Sergeant Blake, er habe wirklich geglaubt, dass eine unmittelbare Bedrohung für sein Leben vorliege und nicht vorgehabt, Herrn Kaba zu töten. Herr Naseem formulierte seine Ansicht in einem Interview mit **BBC Panorama** und betonte, dass tödliche Gewalt nur angewendet werden sollte, wenn es absolut notwendig ist:
> „Ein Polizist darf tödliche Gewalt nur anwenden, wenn es unbedingt notwendig ist.“
## Reaktionen von Strafverfolgungsbehörden und Familie
Nach Kabas Tod wurde bekannt, dass er mit einer Bande namens „67“ in Verbindung stand und bereits vorbestraft war. Seine Eltern, Helen und Prosper Kaba, waren der Meinung, ihr Sohn hätte vor Gericht gestellt und nicht erschossen werden sollen:
> „Die Rolle der Polizei besteht nicht darin, zu töten.“
Das IOPC begann innerhalb von zwei Stunden nach der Schießerei mit den Ermittlungen, um festzustellen, ob tödliche Gewalt gerechtfertigt war. Am 9. September 2022 beschlossen sie, aufgrund der zunehmenden Spannungen eine Mordermittlung einzuleiten:
> „Die Lage stand auf Messers Schneide.“
Der ehemalige stellvertretende Wetterdienst-Kommissar **Neil Basu** untersuchte diesen Entscheidungsprozess genau und vermutete, dass er möglicherweise durch externen Druck beeinflusst worden sei:
> „So früh herauszukommen … es scheint bemerkenswert, dass das so schnell passiert ist.“
## Die Folgen
Zu den chaotischen Ereignissen, die zu Kabas Erschießung führten, gehörten mehrere Polizeifahrzeuge, die versuchten, sie bewaffnet anzuhalten, ohne dass klare Informationen darüber vorlagen, wer am Steuer saß. Als Sergeant Blake eingriff, schoss er nur **20 Sekunden** nachdem er sein Fahrzeug verlassen hatte, weil er glaubte, die Beamten seien in Gefahr.
Angesichts dieser Vorfälle und ihrer Auswirkungen auf die Rechenschaftspflicht der Polizei kündigte Innenministerin Yvette Cooper Reformen an, deren Schwerpunkt auf einer besseren Aufsicht über an Schießereien beteiligte Schusswaffenbeamte liegt.
Während die Ermittlungen andauern, ist es weiterhin von entscheidender Bedeutung, sowohl die Bedenken der Bevölkerung als auch die Verantwortung der Polizei bei derartigen tragischen Vorfällen zu berücksichtigen.