Überschwemmungskrise in Barcelona und Valencia: Verwüstung nimmt ihren Lauf

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  • 04 November 2024
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Verheerende Überschwemmungen in Barcelona und Valencia

Aktuelle Situation

Die spanische Stadt Barcelona wurde am Montag von schweren Überschwemmungen heimgesucht, während die Such- und Rettungsmaßnahmen nach den verheerenden Überschwemmungen, die letzte Woche Valencia heimgesucht haben, noch andauern. Die staatliche Wetterdienstbehörde hat für Teile Kataloniens eine rote Warnung herausgegeben, da sintflutartige Regenfälle erwartet werden. Lokale Berichte haben alarmierende Aufnahmen von teilweise unter Wasser stehenden Autos auf Autobahnen gezeigt.

Auswirkungen auf den Transport

Auch der Flughafen El Prat, Spaniens zweitgrößter Flughafen, war von Überschwemmungen betroffen. Dies führte zur Annullierung oder Verspätung von über 80 Flügen. Der Bahnverkehr wurde eingestellt, während die Behörden versuchen, die Situation zu beheben. Der Sturm in Valencia brachte letzte Woche so viel Regen wie in einem Jahr und forderte tragischerweise mindestens 217 Todesopfer. Die Rettungskräfte konzentrieren sich nun auf die Suche nach vermissten Personen, die in Tiefgaragen und anderen geschlossenen Räumen, in denen die Bedingungen gefährlich sind, eingeschlossen sind.

„Rettungseinsätze sind in diesen Gebieten besonders schwierig“, erklärte ein örtlicher Beamter.

Such- und Rettungsbemühungen

Die Suche nach Opfern geht weiter, beispielsweise auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Aldaia, wo möglicherweise Käufer und Arbeiter gefangen sind. Die Polizei bestätigte zwar, dass in den ersten 50 durchsuchten Fahrzeugen keine Opfer gefunden wurden, doch viele Fahrzeuge sind noch immer tiefer im Parkplatz versunken. Unter den Opfern befand sich auch ein britisches Ehepaar in den Siebzigern, dessen Familie bestätigte, dass sie wenige Tage nach den Überschwemmungen in Valencia auf tragische Weise ums Leben gekommen waren. Glücklicherweise gibt es Berichten zufolge in Katalonien bisher keine Todesopfer. Als Reaktion auf die Krise gab Spaniens Innenminister keine konkreten Zahlen zu den noch vermissten Personen bekannt. Vor dem Bonaire-Einkaufszentrum in Aldaia säumten Trümmer die Straßen, während Generatoren unermüdlich Wasser aus dem überfluteten Gebiet pumpten.

Reaktion der Regierung und Unterstützung der Gemeinschaft

Während die Rettungsarbeiten andauern, haben die örtlichen Behörden die Reisebeschränkungen um weitere zwei Tage verlängert, um den Rettungsdiensten zu helfen. Der Unterricht wurde abgesagt und die Bewohner werden aufgefordert, von zu Hause aus zu arbeiten. General Francisco Javier Marcos gab bekannt, dass bereits 500 Soldaten nach Valencia entsandt worden seien. Bis Montagabend würden weitere 7.800 Soldaten erwartet, um neben 17.000 Freiwilligen Unterstützung zu leisten. Er betonte:

„Wir müssen diszipliniert und geduldig sein … Schmerz und Emotionen bedeuten, dass das nicht einfach ist.“ Die jüngsten Überschwemmungen werden einem Dana-Phänomen zugeschrieben, bei dem warme, feuchte Luft auf kalte Luft trifft und dadurch Instabilität entsteht. Die Auswirkungen des Klimawandels dürften derartige Wetterereignisse verschlimmern, was die dringende Notwendigkeit wirksamer Katastrophenmanagementstrategien für die Zukunft unterstreicht.

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