Einem 31-jährigen Mann, der wegen Mordes im Zusammenhang mit dem Tod von Mary Ward angeklagt ist, wurde die Freilassung auf Kaution verweigert. In einem Dubliner Gericht wurde bekannt, dass Ahmed Abdirahman und das 22-jährige Opfer, eine Mutter eines Kindes, eine „turbulente Beziehung“ hatten. Mary Ward wurde am 1. Oktober mit einer schweren Halswunde tot in ihrem Haus in der Melrose Street im Süden Belfasts aufgefunden. Am Tatort fanden die Beamten ein blutbeflecktes Stück zerbrochenes Glas.
Abdirahman, der aus Somalia stammt, wurde am 9. Oktober in Dublin festgenommen. Sein Fall wird in Dublin verhandelt. Obwohl die Polizei die Leiche von Frau Ward am 1. Oktober fand, gehen die Ermittler davon aus, dass sie am 25. September ermordet wurde. Am Tag nach ihrem Tod reiste Abdirahman nach Dublin und ließ sich im Mater Hospital wegen Verletzungen an Arm und Bein behandeln, die er auf einen Sturz auf Glasscherben zurückführte.
Während der Verhandlung vor dem Cloverhill High Court wurde bekannt, dass es Videoüberwachungsmaterial und Beweise gibt, darunter Handyaufzeichnungen, DNA-Proben und Fingerabdrücke, die Abdirahman angeblich mit dem Verbrechen in Verbindung bringen. Er wurde in der Innenstadt Dublins festgenommen, nachdem er eine Revolut-Bankkarte verwendet hatte, die mit seinem Handy verbunden war, das vermutlich am Tatort in Belfast entdeckt wurde. Von seinem Handy abgerufene Textnachrichten wiesen auf anhaltende Konflikte zwischen ihm und Frau Ward hin.
Als Abdirahman erstmals mit den Vorwürfen konfrontiert wurde, beteuerte er gegenüber der Gardaí (irische Polizei) seine Unschuld. Seit seiner Ankunft in Irland im Jahr 2019 ist er in keiner Gerichtsbarkeit vorbestraft und hat auch in Kenia gelebt.
Detective Sergeant James King äußerte Bedenken, dass Abdirahman im Falle einer Freilassung auf Kaution aus dem Gerichtsbezirk fliehen könnte. Er merkte auch an, dass das Telefon von Frau Ward weiterhin fehlt und dass die Befürchtung besteht, dass es zerstört werden könnte, wenn Abdirahman freigelassen würde.
Richterin Caroline Biggs betonte die Stärke der Beweise gegen Abdirahman, als sie eine Freilassung auf Kaution ablehnte. Sie erklärte, es bestehe eine erhebliche Wahrscheinlichkeit, dass er versuchen würde, sich der Justiz zu entziehen. Ihre Entscheidung zeugte von ernsthaften Befürchtungen hinsichtlich seiner möglichen Fluchtgefahr angesichts der Umstände des Falles.