Hausärzte und Pflegeheime kämpfen mit schockierender Sozialversicherungserhöhung

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  • 01 November 2024
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Allgemeinmediziner, Pflegeheime und Hospize haben erhebliche Bedenken hinsichtlich der im jüngsten Haushaltsplan vorgesehenen Erhöhung der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung geäußert. Während der NHS und andere öffentliche Einrichtungen von dieser Steuererhöhung ausgenommen sind, erfahren private Pflegeheime und Hospize, die NHS-Leistungen erbringen, keine ähnliche Behandlung. Diese Situation hat bei vielen Allgemeinmedizinern zu Unsicherheit geführt, insbesondere da viele von ihnen als Kleinunternehmen tätig sind.

Das Ministerium für Gesundheit und Soziales hat angekündigt, dass in Kürze weitere Informationen für Allgemeinärzte bereitgestellt werden. Ein Finanzminister bestätigte der BBC jedoch, dass diese Gesundheitsdienstleister von der Steuererhöhung betroffen sein würden. Dr. David Wrigley, Allgemeinmediziner und stellvertretender Vorsitzender der British Medical Association, bezeichnete die Auswirkungen dieser Steuererhöhung als „monumental“. Er bemerkte in den sozialen Medien, dass viele Ärzte bereits mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert seien, und forderte eine sofortige Ankündigung bezüglich der vollständigen Erstattung.

Paul Stanley, der eine kleine Allgemeinarztpraxis in Northumberland leitet, erklärte, dass seine Einrichtung aufgrund dieser Steuererhöhung eine jährliche Rechnung von über 40.000 Pfund zu erwarten habe. Er betonte, dass dieser „unfinanzierte Anstieg“ der Personalkosten sich negativ auf ihre Ressourcen und Personalkapazitäten auswirken könne. Auch die Allgemeinärztin Dr. Jess Harvey aus Shropshire äußerte ihre Bedenken hinsichtlich der angemessenen Vergütung, um diese steigenden Sozialversicherungskosten effektiv zu bewältigen. Sie warnte, dass eine unzureichende Finanzierung ihre Fähigkeit beeinträchtigen könnte, notwendige Leistungen zu erbringen.

Mike Padgham, Vorsitzender der Independent Care Group, die Sozialdienstleister vertritt, beklagte, dass sich der Sektor angesichts dieser Veränderungen vernachlässigt fühle. Er wies darauf hin, dass die Zahl der Beschäftigten in diesem Sektor mit 1,7 Millionen höher sei als die des NHS, und dass erhöhte Gebühren zu höheren Kosten für Wohltätigkeitsorganisationen und private Anbieter führen könnten, die bereits unter finanzieller Belastung durch die lokalen Behörden stünden.

Geoff Butcher, der sechs Pflegeheime betreibt, erwähnte, dass sein Unternehmen aufgrund dieser Steuererhöhung mit zusätzlichen jährlichen Kosten von 200.000 Pfund konfrontiert wäre, was seinen verfügbaren Cashflow erheblich verringern würde. Diese Situation gibt Anlass zur Sorge, dass Renovierungen möglicherweise verzögert werden könnten, und trägt zur Angst bei, dass weitere Pflegeheime geschlossen werden könnten.

Hospice UK plädierte für eine Gleichbehandlung von Hospizanbietern und NHS-Einrichtungen hinsichtlich der Beiträge zur Sozialversicherung. Sie äußerten sich enttäuscht über die fehlende Befreiung von der Abgabe für Wohltätigkeitsorganisationen, die NHS-bezogene Dienstleistungen erbringen.

Gesundheitsminister Wes Streeting räumte in einem BBC-Interview ein, dass verschiedene Gesundheitsdienstleister die Auswirkungen dieser Sozialversicherungserhöhung zu spüren bekommen werden. Er versicherte den Zuhörern, dass er nach Möglichkeiten suche, die von diesen Änderungen betroffenen Sozialdienstleister zu unterstützen.

Der Chefsekretär des Finanzministeriums stellte in einem kürzlichen Programm klar, dass Hausärzte für die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge ihrer Arbeitgeber verantwortlich seien, da sie als privatwirtschaftliche Partnerschaften außerhalb des öffentlichen Sektors tätig seien. Er betonte jedoch Maßnahmen, die darauf abzielen, kleinere Unternehmen durch höhere Beitragsschwellen vor übermäßigen Belastungen zu schützen.

Das Gesundheitsministerium plant, im Zuge dieser Anpassungen mit dem Finanzministerium zusammenzuarbeiten, um die Gehaltsprobleme im öffentlichen Sektor zu lösen. Finanzministerin Rachel Reeves verteidigte die Notwendigkeit dieser Steuererhöhungen, da sie für die Finanzierung wichtiger öffentlicher Dienste wie des NHS unerlässlich seien. Die geplante Erhöhung wird die Arbeitgeberbeiträge für Gehälter über 175 Pfund ab Frühjahr nächsten Jahres von 13,8 % auf 15 % erhöhen.

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