Die Folgen der Haushaltsankündigung vom Mittwoch sorgen noch immer für Schlagzeilen. Die Financial Times berichtet, dass die Kreditkosten der Regierung am Donnerstag auf ihren höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen sind, was auf die Besorgnis der Anleger hinsichtlich der zusätzlichen Schulden im Zusammenhang mit den Vorschlägen der Regierung zurückzuführen ist. Dieser Zinsanstieg nähert sich einem Niveau, das seit Liz Truss‘ umstrittenem Minihaushalt im Jahr 2022, der zu einer Finanzkrise führte, nicht mehr erreicht wurde. Einige Analysten haben diese Vergleiche jedoch heruntergespielt, und einer erklärte, dass „dies nicht wie eine Wiederholung der Marktreaktion“ von damals aussieht.
Laut Daily Telegraph haben die Märkte negativ auf Finanzministerin Rachel Reeves reagiert, was zu einem Ausverkauf britischer Vermögenswerte als Reaktion auf ihre schuldengetriebenen Ausgabenpläne führte. In einem Interview mit Bloomberg versuchte Reeves, die Anleger zu beruhigen, indem sie behauptete, die öffentlichen Finanzen seien auf einem „stabilen Kurs“ und betonte ihr Engagement für „finanzielle Stabilität“.
Das i hebt Warnungen von Ökonomen hervor, die darauf hinweisen, dass die Zinssätze infolge des Haushalts langsamer sinken könnten. Dennoch hat der Internationale Währungsfonds seine Unterstützung für den Haushalt zum Ausdruck gebracht und angedeutet, dass er mit den Plänen zur mittelfristigen Reduzierung des Defizits übereinstimmt.
Der Guardian erwähnt Bedenken hinsichtlich der möglichen Notwendigkeit zusätzlicher Steuererhöhungen von neun Milliarden Pfund, um weitere Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst zu verhindern. Paul Johnson, Direktor des Institute for Fiscal Studies, kritisierte Reeves dafür, dass sie scheinbar großzügige Finanzmittel verspreche, aber gleichzeitig beabsichtige, die öffentlichen Ausgaben später zu begrenzen. Er behauptete, dass solche Pläne der Prüfung durch ihre Kabinettskollegen kaum standhalten würden.
The Sun berichtet von erheblicher Unzufriedenheit unter Landwirten hinsichtlich der neuen Erbschaftssteuerregelungen, die Familienbetrieben mit einem Vermögen von über einer Million Pfund einen effektiven Steuersatz von 20 Prozent auferlegen. Einige Landwirte befürchten, dass dies zu „massiven Störungen“ und sogar zu Nahrungsmittelknappheit führen könnte.
Die Daily Mail betont, dass die Entscheidung des Finanzministers, die Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber zu erhöhen, für Wohltätigkeitsorganisationen jährliche Kosten von 1,4 Milliarden Pfund bedeuten könnte. Die Leiter von Wohltätigkeitsorganisationen haben ihre Besorgnis darüber geäußert, dass diese Änderung sie dazu zwingen könnte, ihre Dienstleistungen zu reduzieren oder sogar ganz einzustellen, und forderten Reeves auf, eine Ausnahmeregelung zu erlassen.
Laut der Times werden die Ausgaben für Krankengeld aufgrund der steigenden Zahl von Anträgen infolge der Pandemie bis zum Ende dieser Legislaturperiode voraussichtlich 100 Milliarden Pfund jährlich erreichen. Arbeits- und Rentenministerin Liz Kendall bezeichnete diesen Trend als „inakzeptabel“ und versprach, dass die Regierung einen umfassenden Plan ausarbeiten werde, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen.
Laut Metro haben sich 421 Personen gemeldet, die behaupten, Opfer oder Zeugen sexuellen Missbrauchs durch den ehemaligen Harrods-Besitzer Mohamed Al Fayed gewesen zu sein. Die Gruppe „Justice for Harrods Survivors“ gibt an, dass ein Großteil dieses mutmaßlichen Missbrauchs bei Harrods selbst stattgefunden habe.
Schließlich zeigt der Daily Mirror Bilder von Straßen in Valencia, die durch die jüngsten Überschwemmungen in Ost- und Südspanien verwüstet wurden. Die Zahl der Opfer hat 158 erreicht, während Rettungskräfte weiterhin nach Überlebenden suchen. Experten führen diese Katastrophen teilweise auf den Klimawandel zurück und warnen vor weiteren Herausforderungen in der Zukunft.