
Überschwemmungen in Spanien Über 200 Tote bei Klimakatastrophe
Spanien kämpft derzeit mit den Folgen schwerer Sturzfluten, die kürzlich den Südosten des Landes heimgesucht haben und zu einer tragischen Zahl von über 200 Todesopfern geführt haben.
In Spanien arbeiten Notfallteams unermüdlich daran, nach einem der verheerendsten Hochwasserereignisse der jüngeren Geschichte zahlreiche vermisste Personen zu finden. Die Zahl der Todesopfer hat 200 überschritten, die meisten davon in der Region Valencia. Diese Zahl könnte im Zuge der Bergungsarbeiten noch weiter steigen. Die Überschwemmungen haben enorme Schäden verursacht, Brücken zerstört und Städte mit Schlamm überschwemmt, sodass isolierte Gemeinden ohne lebenswichtige Ressourcen wie Wasser, Nahrung und Strom auskommen müssen.
Die Bewohner haben ihre Besorgnis darüber geäußert, dass mehr Menschenleben hätten gerettet werden können, wenn die örtlichen Behörden schneller reagiert und Hochwasserwarnungen herausgegeben hätten. Juan González, ein Bewohner von Aldaia in Valencia, drückte seine Verzweiflung über die entstandenen Verluste aus. Er kritisierte die örtliche Regierung und erklärte: „Dies ist ein Gebiet, das anfällig für Sturzfluten ist. Es ist empörend, dass unsere örtliche Regierung nichts dagegen unternommen hat, obwohl sie wusste, dass dies kommen würde.“
Ein anderer Anwohner, Augustin, berichtete, dass die Wohnung seiner Familie vollständig überschwemmt worden sei und sie aufgrund der Überschwemmung gezwungen waren, in das Haus seiner Eltern umzuziehen. Während sich die Bedingungen in der Region Valencia und an der Mittelmeerküste verbessert haben, bleiben in Südspanien weiterhin Warnmeldungen aktiv, wo bis Samstag mit weiteren schweren Regenfällen gerechnet wird. Die Region Huelva hat bereits schwere Regenfälle erlebt; Cartaya beispielsweise erhielt innerhalb von nur zehn Stunden Regen, der fast zwei Monate lang anhielt.
In Jerez führten schwere Regenfälle zur Evakuierung von Hunderten von Familien, da der Pegelstand des Flusses gefährlich anstieg. Es wurde Kritik an der Reaktion der Katastrophenschutzdienste laut, denen vorgeworfen wurde, ihre Maßnahmen seien nicht rechtzeitig genug erfolgt. Die Zivilschutzbehörde gab am Dienstag gegen 20:00 Uhr Ortszeit eine Notrufwarnung heraus, als die Fluten in zahlreichen Gebieten bereits schnell anstiegen.
Einwohner wie Mireia berichteten, dass viele Menschen von der plötzlichen Flut überrascht wurden. „Viele Menschen saßen in ihren Autos und konnten nicht mehr herauskommen“, beklagte sie. Tausende Freiwillige unterstützen das Militär und Rettungskräfte bei den Rettungs- und Aufräumarbeiten; Valencias Regionalpräsident kündigte Pläne für den Einsatz zusätzlicher Truppen an.
Premierminister Pedro Sanchez lobte in den sozialen Medien die Freiwilligen für ihren Einsatz und ihre Solidarität während der Krise und versicherte, dass seine Regierung alles Mögliche tun werde, um die Betroffenen zu unterstützen. In Paiporta, wo über 60 Todesopfer gemeldet wurden, ist die Frustration über die langsame Lieferung von Hilfsgütern gestiegen.
Einige Bewohner haben aus Verzweiflung angesichts überwältigender Herausforderungen zu Plünderungen gegriffen. Zu dieser Katastrophe haben unter anderem frühere Regenmangel beigetragen, die die Aufnahmefähigkeit des Bodens beeinträchtigten, sowie der Klimawandel, der die Wettermuster verschärft. Erste Einschätzungen von Wissenschaftlern deuten darauf hin, dass die jüngsten Regenfälle aufgrund des Klimawandels deutlich stärker waren.
Diese Kombination aus festsitzenden Fahrern, unzureichender Planung seitens der Behörden und extremen Wetterbedingungen hat die Auswirkungen dieses tragischen Ereignisses wahrscheinlich noch verschlimmert.
Spanien kämpft derzeit mit den Folgen schwerer Sturzfluten, die kürzlich den Südosten des Landes heimgesucht haben und zu einer tragischen Zahl von über 200 Todesopfern geführt haben.
Die Folgen der Haushaltsankündigung vom Mittwoch sorgen noch immer für Schlagzeilen. Die Financial Times berichtet, dass die Kreditkosten der Regierung am Donnerstag auf ihren höchsten Stand in diesem Jahr gestiegen sind, was auf die Besorgnis der Anleger hinsichtlich der zusätzlichen Schulden im Zusammenhang mit den Vorschlägen der Regierung zurückzuführen ist.