Wales Rugby sieht sich mit schweren Vorwürfen des Sexismus und der Ungleichheit konfrontiert

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  • 31 October 2024
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Wales ist seit Anfang 2022 als professionelle Rugby-Mannschaft aktiv, doch die Welsh Rugby Union (WRU) steht derzeit aufgrund neuer Vorwürfe von Sexismus und Ungleichheit unter Beobachtung. Diese Probleme treten weniger als ein Jahr ans Licht, nachdem eine unabhängige Überprüfung erhebliche kulturelle Probleme innerhalb der Organisation aufgedeckt hatte, die vor allem mit den laufenden Vertragsverhandlungen mit der Frauen-A-Nationalmannschaft zusammenhängen.

Berichten zufolge wurden die Spieler während dieser Verhandlungen unter Druck gesetzt und mit Repressalien bedroht, falls sie die Bedingungen der WRU nicht akzeptierten. Dazu gehörte auch die Möglichkeit, von wichtigen Wettbewerben ausgeschlossen zu werden. Als Reaktion auf diese schwerwiegenden Vorwürfe hat die WRU angekündigt, dass sie den Verhandlungsprozess einer unabhängigen Prüfung unterziehen und ihre Ergebnisse öffentlich machen wird.

Die Frauenmannschaft machte Schlagzeilen, als sie Anfang 2022 ihre ersten Profiverträge unterzeichnete, was einen bedeutenden Meilenstein für das Frauenrugby in Wales darstellte. Auch ihre Leistung auf dem Feld verbesserte sich, und das Team belegte sowohl bei den Women’s Six Nations-Turnieren 2022 als auch 2023 den dritten Platz. Zu Beginn des Jahres 2024 waren die Ergebnisse jedoch rückläufig, was darin gipfelte, dass das Team bei der diesjährigen Meisterschaft den letzten Platz belegte.

Im Januar wandten sich Spielerinnen an die Women’s Rugby Association (WRA), um ihre Bedenken zu äußern, darunter die Vergütung und eine leistungsabhängige Mutterschaftsregelung. Die WRA bestätigte Berichte, wonach Spielerinnen während der Verhandlungen emotional unter Druck standen, was sich auf ihr allgemeines Wohlbefinden auswirkte. Es tauchten Vorwürfe auf, dass Spielerinnen gewarnt wurden, sie würden ihre Plätze bei kommenden Turnieren verlieren, wenn sie nicht umgehend Verträge unterschrieben.

Trotz dieser Herausforderungen gab die walisische Kapitänin Hannah Jones im September bekannt, dass die Vertragsprobleme gelöst worden seien und die Spielerinnen mit ihren Vereinbarungen zufrieden seien. Kurz darauf, als sie sich auf ihr Spiel gegen Australien in WXV2 vorbereiteten, gab die WRU stolz bekannt, dass sie 37 Vollzeitverträge für Spielerinnen gesichert hatte, und erklärte, dass Wales zu den bestbezahlten Frauenrugbyteams weltweit gehöre.

Abi Tierney, CEO von WRU, bestätigte, dass die Spieler bereits im August Bedenken hinsichtlich der Vertragsverhandlungen geäußert hatten. Im Anschluss an diese Mitteilung wurden zwei Initiativen gestartet: Eine konzentrierte sich auf den Abschluss der Verhandlungen, während eine andere eine vom Vorstand geleitete Überprüfung des gesamten Vertragsprozesses beinhaltete. Während die Einzelheiten vertraulich bleiben, plant WRU, die Ergebnisse und Empfehlungen dieser Überprüfung bald bekannt zu geben.

Die WRA drückte ihren Stolz aus, die Frauenmannschaft in dieser schwierigen Zeit vertreten zu dürfen, und lobte ihre Widerstandsfähigkeit und ihren Einsatz bei der Verbesserung der Bedingungen für zukünftige Spielergenerationen in Wales. Sie erwartet positive Entwicklungen durch das Engagement der WRU für ein unabhängiges Überprüfungsverfahren.

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