Lando Norris liegt 47 Punkte hinter dem Tabellenführer Max Verstappen, und es sind nur noch vier Rennen in dieser Saison übrig. Nach ihrem jüngsten Aufeinandertreffen beim Grand Prix von Mexiko-Stadt drückte Norris seine Überzeugung aus, dass Verstappen sich seiner Fehler während ihres Kampfes bewusst ist. Verstappen erhielt für seine Manöver gegen Norris zwei 10-Sekunden-Strafen, woraufhin der McLaren-Fahrer versicherte, dass Verstappen verstehe, dass er Fehler gemacht habe und dass die Verantwortung, sein Vorgehen zu ändern, bei ihm liege.
Norris würdigte Verstappens Talent und erklärte, dass er wohl der fähigste Fahrer im Feld sei und sich der Grenzen des Rennsports sehr wohl bewusst sei. Vor dem Großen Preis von Sao Paulo wies Verstappen Kritik an seiner defensiven Taktik als störend zurück und behauptete, sie beeinflusse ihn nicht. Der amtierende dreimalige Champion betonte, dass er sich weiterhin auf seine Rennstrategie konzentriere und sich nicht von Meinungen von außen beeinflussen lasse.
Damon Hill, ehemaliger Weltmeister von 1996, kritisierte kürzlich Verstappens Fahrstil und verglich ihn mit „Dick Dastardly Stuff“. Als Antwort darauf erklärte Verstappen, dass er solche Kommentare ignoriere und sich lieber auf seine eigene Leistung konzentriere. Er erwähnte, dass einige Kritiker voreingenommen seien und bekräftigte sein Vertrauen in seine Rennfahrerfähigkeiten.
Norris äußerte die Hoffnung auf einen respektvolleren Wettbewerb bei zukünftigen Rennen, räumte aber ein, dass es letztlich an Verstappen liegt. Die Taktik des Red Bull-Fahrers ist nach zwei umstrittenen Vorfällen in den letzten Rennen Gegenstand kritischer Betrachtung geworden. Beim Großen Preis der USA wurde Norris bestraft, weil er im Rennen gegen Verstappen versehentlich abseits der Strecke überholt hatte, der im selben Kampf ebenfalls von der Strecke abkam. Dies führte zu Diskussionen unter den F1-Fahrern darüber, ob Norris‘ Strafe gerechtfertigt war.
In Mexiko kam es zu einer ähnlichen Situation, als Norris in Kurve vier ein Überholmanöver von außen versuchte, aber von Verstappen abgedrängt wurde. Kurz darauf erhielt der Niederländer eine weitere Strafe, weil er seine Position wiedererlangte, weil er wieder von der Strecke abkam. Auf die Frage, ob er seinen Ansatz künftig ändern wolle, betonte Verstappen seine Erfahrung in der Formel 1 und meinte, er wisse, wie man mit solchen Herausforderungen umgeht.
Verstappen kritisierte auch die Rennregeln als zu komplex und wies auf Inkonsistenzen bei der Schiedsrichterentscheidung hin, wenn es um Strafen für Fluchen geht. Er verwies auf einen jüngsten Vorfall mit Charles Leclerc von Ferrari, merkte jedoch an, dass gegen ihn keine Maßnahmen ergriffen wurden, obwohl er sich ähnlich verhalten hatte und dafür bestraft wurde.
Was die Rennvorbereitungen betrifft, deuten Berichte darauf hin, dass Verstappen aufgrund eines Motorwechsels eine Startplatzversetzung von fünf Plätzen drohen könnte, obwohl er dies noch nicht bestätigt hat. Red Bull hat zu dieser Situation keinen Kommentar abgegeben.