Budgeterhöhung für NHS Wird sie die anhaltende Krise lösen?

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  • 29 October 2024
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Die Regierung hat weitere Informationen zum dieswöchigen NHS-Budget veröffentlicht, das 1,57 Milliarden Pfund für neue Operationszentren, bildgebende Geräte und Strahlentherapiegeräte vorsieht. Diese Mittel sind Teil einer umfassenderen Initiative, die darauf abzielt, die Zahl der Krankenhaustermine und -behandlungen des NHS in England wöchentlich um 40.000 zu erhöhen. Gesundheitsminister Wes Streeting betonte, dass dieses Budget dazu gedacht sei, „die grundlegenden Probleme“ des NHS anzugehen, warnte jedoch, dass Verbesserungen Zeit erfordern würden.

Während Gesundheitsexperten die zusätzlichen Mittel loben, äußern sie Bedenken hinsichtlich mehrerer ungelöster Fragen im Zusammenhang mit der zukünftigen Politik. Die umfassende 10-Jahres-Strategie der Regierung für den NHS wird voraussichtlich im nächsten Frühjahr veröffentlicht. Detaillierte Einzelheiten zu den Finanzierungsplänen werden im Haushalt am Mittwoch bekannt gegeben.

Seit seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer hat Streeting den NHS immer wieder als „kaputt“ bezeichnet. Aktuelle Statistiken zeigen, dass in England 7,64 Millionen Patienten auf Krankenhausbehandlung warten, ein deutlicher Anstieg gegenüber den knapp über vier Millionen vor der Pandemie. Allein im August standen über 280.000 Menschen seit über einem Jahr auf Wartelisten für Operationen, Scans oder Termine. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht hob hervor, dass sich der NHS in einem „kritischen Zustand“ befindet und wesentliche Ziele in Bezug auf Krebsbehandlung, Notfalldienste und Krankenhausbehandlung nicht erfüllt.

Nach der Wahl stellte die neue Regierung 1,8 Milliarden Pfund bereit, um Krankenhäuser in England zu unterstützen und Wartelisten für geplante Behandlungen und Termine mithilfe neuer Finanzmittel zu verkürzen. Der Schatzkanzler bestätigte, dass weitere Mittel bereitgestellt würden, um die im Wahlprogramm der Labour Party formulierte Verpflichtung zu erfüllen, wöchentlich 40.000 zusätzliche Termine und Behandlungen anzubieten – das entspricht über zwei Millionen pro Jahr.

Darüber hinaus sind für das kommende Haushaltsjahr 1,57 Milliarden Pfund für Investitionen in Ausrüstung und Infrastruktur vorgesehen. Die umfassenden Ausgabenzahlen für dieses und nächstes Jahr müssen jedoch vom Finanzministerium und vom Ministerium für Gesundheit und Soziales noch veröffentlicht werden. Diese werden im kommenden Haushaltsplan aufgeführt.

Schatzkanzlerin Rachel Reeves betonte, dass der NHS für Großbritanniens Wohlergehen von entscheidender Bedeutung sei, und bekundete ihre Entschlossenheit, die jahrelange Vernachlässigung und Unterfinanzierung zu beenden. Sie räumte ein, dass dieser Haushalt zwar nicht über Nacht 14 Jahre Schaden beheben könne, er aber wichtige Mittel bereitstellen werde, um Rückstände abzubauen und die Ausgaben für kritische Infrastrukturen zu erhöhen.

Trotz des vorsichtigen Optimismus im Hinblick auf diese Initiativen wies Streeting darauf hin, dass es weiterhin Herausforderungen gebe – die Patienten könnten diesen Winter noch lange warten müssen. Er erwähnte Pläne, spezialisierte chirurgische Teams in den Krankenhäusern einzusetzen, um die Patientenbehandlung und Ressourcenverteilung effektiv zu optimieren.

Siva Anandaciva vom King’s Fund wies darauf hin, dass diese Mittel zwar ein positiver Schritt nach vorne seien, aber lediglich eine erste Maßnahme zur Schaffung einer nachhaltigen Zukunft für den NHS. Da die Wartungskosten bereits 13,8 Milliarden Pfund übersteigen und Personalmangel herrscht, sind noch erhebliche Anstrengungen erforderlich, um sicherzustellen, dass der NHS neben den laufenden Reformen effektiv auf die steigenden Anforderungen reagieren kann.

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