Adidas legt Streit mit Kanye West bei und beendet Yeezy-Kontroverse

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  • 29 October 2024
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Adidas hat seinen Rechtsstreit mit Kanye West wegen antisemitischer Äußerungen von ihm im Jahr 2022 beigelegt, die ihre gemeinsame „Yeezy“-Linie gefährdeten. Damals stoppte Adidas die Kollektion und begann, Yeezy-Bestände zu reduzierten Preisen zu liquidieren. Kürzlich gab das Unternehmen bekannt, dass es eine Einigung mit West erzielt hat, wodurch alle laufenden Rechtsstreitigkeiten zwischen ihnen praktisch beendet wurden.

Während einer Telefonkonferenz erklärte Adidas-CEO Björn Gulden, dass es keine offenen Fragen mehr gebe und bekräftigte, dass zwischen den beiden Parteien kein finanzieller Austausch stattfinde. Er räumte frühere Spannungen ein, gab aber an, dass beide Seiten einer Einstellung der Feindseligkeiten zugestimmt hätten. Gulden bemerkte, dass die Kontroverse um West „nun hinter uns liegt“. Er erklärte, dass solche Konflikte oft rechtliche Beratungen, Verhandlungen und Vergleiche mit sich bringen, die zu dieser Lösung führen. Die Situation ist nun geklärt, es bestehen keine Schulden oder Verpflichtungen mehr.

Durch die Beendigung dieser Partnerschaft hat Adidas einen Yeezy-Bestand im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro (840 Millionen Pfund) übrig. Das Unternehmen plant, die verbleibenden Produkte in Chargen zu verkaufen und den Erlös an verschiedene NGOs zu spenden, darunter seine neu gegründete Antidiskriminierungsstiftung. Der Verkauf der letzten Yeezy-Artikel soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein.

Dieser Strategiewechsel stellt eine deutliche Abkehr von der Haltung von Adidas im Jahr 2022 dar, als es Antisemitismus und Hassreden verurteilte. Das Unternehmen bezeichnete Wests Kommentare als inakzeptabel und schädlich und verstieß gegen seine Grundwerte der Vielfalt und Inklusion.

Adidas begann seine Zusammenarbeit mit West im Jahr 2014, woraus eine äußerst erfolgreiche Sportbekleidungslinie entstand. Trotz der Kontroversen blieb die Nachfrage nach Yeezy-Produkten bestehen, wobei verschiedene Modelle einen hohen Wiederverkaufswert behielten und oft Hunderte oder sogar Tausende von Pfund erzielten.

West sah sich für seine antisemitischen Äußerungen auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und X (ehemals Twitter) im Oktober 2022 erheblichen Gegenwind ausgesetzt. In den darauffolgenden Monaten bekräftigte er diese Ansichten in Interviews und Podcasts. Insbesondere trat er im Dezember 2022 in Alex Jones‘ Sendung InfoWars auf, wo er kontrovers seine Bewunderung für Adolf Hitler zum Ausdruck brachte.

Der Rapper hat im Laufe der Jahre offen über seinen Kampf mit der bipolaren Störung gesprochen und seine Erfahrungen im Zusammenhang mit psychischen Problemen geteilt. In der Zwischenzeit wird Marie Curie im Rahmen ihrer laufenden Initiativen gespendete Luxusartikel für den Verkauf in einer neuen „Slow Fashion“-Boutique kuratieren. Die Entwickler planen außerdem, zwei bestehende Geschäfte vor Ort zu ersetzen, um dieses neue Projekt zu ermöglichen.

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