Das Verschwinden von Elanain Sharif: ein Fall, der Italien erschüttert
Seit dem 10. November letzten Jahres hat die Mutter von Elanain Sharif, einer italienischen Staatsbürgerin ägyptischer Herkunft, nichts mehr von ihrem Sohn gehört. Nach einer Festnahme in Kairo wird die Situation noch komplizierter und erregt die Aufmerksamkeit der Farnesina und der italienischen Behörden.
Der Kontext der Verhaftung
Sharif, 44 Jahre alt und wohnhaft in Terni, war aus persönlichen Gründen mit seiner Mutter in Kairo gelandet. Die Frau berichtete, dass ihr Sohn bei der Ankunft von den ägyptischen Behörden angehalten und sein italienischer Pass beschlagnahmt worden sei. Laut Anwalt Alessandro Russo, dem Anwalt der Familie, erinnert die Affäre an bekannte Fälle wie die von Giulio Regeni und Patrick Zaky.
„Sie waren nach Kairo gefahren, um Besorgungen zu machen, wie sie es schon oft zuvor getan hatten“, kommentierte Russo die Reise der Familie. Die Entscheidung, mit einem ägyptischen Pass nach Ägypten zurückzukehren, verkomplizierte die Situation zusätzlich und verzögerte den Zugang zu einem konsularischen Besuch.
Die Gründe für die Festnahme bleiben unklar; Von möglichen Inhalten, die auf Facebook veröffentlicht werden, ist die Rede, formelle Vorwürfe gibt es jedoch nicht. Sharif arbeitet in der Erwachsenenunterhaltungsbranche und dies könnte seine rechtlichen Angelegenheiten in Ägypten beeinflusst haben.
Haftbedingungen
Nach seiner Festnahme wurde Sharif ins Gefängnis der ägyptischen Hauptstadt verlegt. Der Anwalt beschrieb die Umstände, in denen er sich befindet:
„Er war dort einige Tage unter unmenschlichen Bedingungen“, sagte Russo. Der Mann konnte sich nur für kurze Zeit ausruhen und musste für das Sitzen auf einem Stuhl bezahlen.
Sharifs Mutter, die derzeit mit einem Bruder, der bei der örtlichen Polizei arbeitet, in Ägypten ist, sucht verzweifelt nach Neuigkeiten über die Freilassung ihres Sohnes. Trotz der Kommunikations- und bürokratischen Schwierigkeiten beobachtet die Farnesina die Situation weiterhin genau.
Ein Blick in die Zukunft
Der Fall Elanain Sharif ist nicht nur die Geschichte eines vermissten Mannes; es stellt auch eine Herausforderung für die Beziehungen zwischen Italien und Ägypten dar. Während die Farnesina Kontakte zu den ägyptischen Behörden und zu Sharifs Familie pflegt, wächst die öffentliche Aufmerksamkeit für Menschenrechtsfragen in dem nordafrikanischen Land. Es besteht die Hoffnung, dass diese Angelegenheit zu einer positiven Lösung gelangen kann und zu einem größeren Bewusstsein für die Schwierigkeiten beitragen kann, mit denen viele italienische Bürger im Ausland konfrontiert sind.