Streik am 29. November: Lohnnotstand in Italien

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  • 21 November 2024
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Lohnnotstand und Streik am 29. November

Italien steht vor einem wachsenden Lohnnotstand, ein Thema, das im Mittelpunkt des für den 29. November geplanten Generalstreiks stehen wird. Laut Maurizio Landini, Generalsekretär der CGIL, ist die Frage der Lohnerhöhung und Vertragsverlängerung von entscheidender Bedeutung für den Aufbau eines neuen Wirtschafts- und Sozialmodells.

„In unserem Land gibt es fast 6 Millionen Arbeitnehmer, die nicht mehr als 11.000 Euro pro Jahr verdienen“, erklärte Landini und betonte, wie wichtig es sei, Arbeit und Menschen in den Mittelpunkt des gewerkschaftlichen Handelns zu stellen.

Erneuerung von Verträgen und Kaufkraft

Landini betonte die Notwendigkeit, allen Arbeitnehmern erneuerte Verträge zu garantieren, die ihre Kaufkraft schützen. In Bezug auf den Vertrag für öffentliche Bedienstete 2022-2024, der nicht von der CGIL unterzeichnet wurde, erklärte er, dass die von der Regierung vorgeschlagene Erhöhung um 6 % im Vergleich zur aktuellen Inflation von 17 % nicht ausreiche. Dieser Ansatz stellt laut Landini einen strukturellen Lohnverlust dar.

  • Notwendigkeit, die Kaufkraft zu erhöhen
  • Öffentliche Aufträge im Vergleich zur Inflation unzureichend

Die Vereinfachung von Verträgen

Ein weiterer von Landini angesprochener Punkt betrifft die Verbreitung von Arbeitsverträgen. Er betonte die Dringlichkeit einer Vereinfachung und Vereinheitlichung dieser Verträge und schlug außerdem ein Gesetz zur Vertretung in der Arbeitswelt vor. Der Streik selbst, fügte er hinzu, stelle eine Unannehmlichkeit für die Arbeitnehmer dar, die einen Tageslohn verlieren würden, aber es sei wichtig, echtes Wachstum zu fordern und Ungleichheiten zu verringern.

„Unser Ziel ist es, ein anderes soziales und wirtschaftliches Modell aufzubauen“, erklärte der Sekretär der CGIL.

Die Reaktion auf Kritik

Als Reaktion auf die Äußerungen von Infrastrukturminister Matteo Salvini zu einem möglichen „wilden Streik“ stellte Landini klar, dass alle notwendigen Verfahren für die Ausrufung des Streiks eingehalten worden seien. Er bestätigte auch den Ausschluss des Eisenbahnsektors von der Mobilisierung, um die Regeln einzuhalten und bestimmte Dienste zu gewährleisten. Angesichts der wachsenden sozialen Spannungen über Löhne und Arbeitsbedingungen scheint die Zukunft ungewiss. Der Streik am 29. November könnte jedoch einen Wendepunkt im Gewerkschaftskampf für immer gerechtere Rechte in Italien markieren.

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