Lohnnotstand: der Alarmruf der CGIL
Der 29. November rückt näher und mit ihm eine wichtige Gewerkschaftsmobilisierung. Der Lohnnotstand ist für Millionen von Arbeitnehmern in Italien zu einem entscheidenden Thema geworden, wie der Generalsekretär der CGIL, Maurizio Landini, betonte. Während einer kürzlich abgehaltenen Pressekonferenz betonte er die Dringlichkeit, sich mit der Erhöhung der Löhne und der Erneuerung von Verträgen als grundlegende Elemente für den Aufbau eines neuen Wirtschafts- und Sozialmodells zu befassen.
Die aktuelle Lohnsituation
Landini hob eine besorgniserregende Tatsache hervor: Fast 6 Millionen italienische Arbeitnehmer verdienen weniger als 11.000 Euro pro Jahr. Dieses Szenario steht im Mittelpunkt der gewerkschaftlichen Forderungen. Der Sekretär erklärte, dass „eine Erhöhung der Löhne wesentlich ist, um eine neue Art der Geschäftstätigkeit zu fördern“ und die zentrale Stellung von Arbeit und Menschen wiederherzustellen.
Er kritisierte jedoch die Maßnahmen der Regierung und argumentierte, dass diese in die entgegengesetzte Richtung gingen und die Voraussetzungen für eine mögliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage des Landes schafften.
„Es bedarf für alle Vertragsverlängerungen, die eine echte Verteidigung und möglicherweise eine Steigerung der Kaufkraft garantieren.“
Landini äußerte besondere Besorgnis über den Vertrag 2022-2024 für Staatsbedienstete, der nicht von der CGIL unterzeichnet wurde. Er sagte, dass „das kein fairer Deal ist“, da die von der Regierung vorgeschlagene Lohnerhöhung nur 6 % beträgt, während die Inflation 17 % erreicht hat. Diese Ungleichheit stellt einen strukturellen Verlust für die Arbeitnehmer dar.
Der CGIL-Vorsitzende hob auch die derzeitige Komplexität von Arbeitsverträgen hervor und wies auf die Notwendigkeit hin, diese „zu reduzieren, zu vereinfachen und in einigen Fällen zusammenzuführen“. Darüber hinaus betonte er, wie wichtig es sei, ein Gesetz zur Gewerkschaftsvertretung zu verabschieden.
Schließlich betonte Landini in Bezug auf den bevorstehenden Streik, dass diese Aktion ein tiefes Unbehagen unter den Arbeitern widerspiegele. Einen Arbeitstag zu verpassen ist nie eine leichte Entscheidung; Der Grund dafür liegt jedoch in der Notwendigkeit, Ungleichheiten anzugehen und das reale Wachstum des Landes zu fördern.
Auf dem Weg zu einer besseren Zukunft
Die Debatte über den Lohnnotstand stellt nur einen Aspekt der umfassenderen Diskussion darüber dar, wie die italienische Wirtschaft reformiert werden kann. Die Mobilisierung vom 29. November könnte den Beginn einer bedeutenden Veränderung in der nationalen Arbeitslandschaft markieren. Die Herausforderung besteht nun darin, konkrete Lösungen zu finden, die den Wert der Arbeit und das Wohlergehen der Bürger wieder in den Mittelpunkt rücken.