Zahnpflege im Ausland: Simones dramatische Geschichte

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  • 21 November 2024
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Ein extremer Fall von Zahnpflege: Simones Geschichte

Das Thema Zahngesundheit kann komplex und in manchen Fällen dramatisch sein. Eine aktuelle Geschichte hat die Gefahren hervorgehoben, die mit extremen Zahnbehandlungen verbunden sind, wie im Fall eines 37-jährigen Mannes aus Barletta, der nach einer Operation in Albanien, bei der 20 Zähne gezogen wurden, acht Monate lang im Krankenhaus lag. Diese Situation wirft Fragen hinsichtlich der Angemessenheit der im Ausland angebotenen zahnärztlichen Versorgung auf.

Behandlung und Komplikationen

Simone, eine aus Barletta stammende Webdesignerin, beschloss im vergangenen März, sich einer Zahnbehandlung in Tirana zu unterziehen, weil sie von den günstigen Preisen angelockt wurde. Doch seine Operation wurde zum Albtraum: Nach dem Eingriff erlitt er vier Herzstillstände und landete zunächst auf der Intensivstation in Albanien, bevor er in verschiedene italienische Krankenhäuser verlegt wurde. Nach Angaben seines Bruders gegenüber Corriere del Mezzogiorno muss Simone nun wegen einer Luftröhrenstenose, die wahrscheinlich durch die lange Intubation verursacht wurde, erneut operiert werden. Der Bruder beschreibt die Situation als „eine Odyssee ohne Ende“.

Francesco Cairo, Präsident der Italienischen Gesellschaft für Parodontologie und Implantologie (Sidp), kritisiert scharf die Entscheidung, so viele Zähne in einer einzigen Sitzung zu extrahieren. Ihm zufolge stellt dieser Ansatz eine mittelalterliche und unangemessene Therapie dar.

Ein falscher Ansatz zur Parodontitis

Kairo betont, dass Parodontitis nicht durch Zahnextraktion behandelt werden sollte. Im Gegenteil, es gibt wirksame Methoden, um mit dieser Erkrankung umzugehen, darunter:

  • Aufklärung der Patienten über die richtige Mundhygiene
  • Behandlung von Zahnfleisch- und Knochenproblemen
  • Erhaltung bestehender Zähne durch gezielte Eingriffe Zeit sei ein entscheidender Faktor für die Heilung, warnt der Experte: „Je mehr Zeit man dem Körper zur Genesung gibt, desto größer sind die Chancen auf eine Heilung von Parodontitis.“* Diese Geschichte verdeutlicht das Risiko, das mit übereilten und unprofessionellen Zahnarztpraxen verbunden ist und schwerwiegende Folgen für Patienten haben kann.

Eine Zukunft zum Überdenken

Simones Fall ist ein Sinnbild für die Notwendigkeit einer stärkeren Sensibilisierung für die Zahnpflege im Ausland. Das Streben nach Kosteneffizienz sollte niemals die Qualität der Gesundheitsversorgung beeinträchtigen. Es ist wichtig, sichere Behandlungspraktiken zu fördern und die Öffentlichkeit über die Risiken zu informieren, die mit schnellen und kostengünstigen Behandlungen verbunden sind. Die Zahngesundheit verdient Aufmerksamkeit und angemessene Pflege ohne Kompromisse.

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