Neue Tarifnomenklaturen: Eine seit 28 Jahren erwartete Änderung
Ab 30. Dezember treten die seit fast drei Jahrzehnten erwarteten neuen Tarifnomenklaturen für Fachärzte und Prothetik in Kraft. Diese Erneuerung umfasst eine breite Palette von Dienstleistungen, von medizinisch unterstützter Fortpflanzung über stereotaktische Strahlentherapie bis hin zu fortschrittlichen Geräten wie digitalen Hörgeräten und hochmodernen künstlichen Gliedmaßen.
Der von der Staaten-Regionen-Konferenz verabschiedete Tarifbeschluss markierte eine grundlegende Etappe nach einem langen Diskussionsprozess zwischen dem Ministerium für Wirtschaft und Finanzen (MEF), dem Gesundheitsministerium und den Regionen. Dieses Update, das über 3.000 Dienste betrifft, stellt einen bedeutenden Schritt in den neuen Essential Levels of Assistance (Lea) dar.
Wirtschaftliche Auswirkungen der neuen Zölle
Die Gesamtwirkung des neuen Tarifvorschlags wird auf 549,9 Millionen Euro geschätzt, aufgeteilt in 502,3 Millionen für ambulante Fachärzte und 47,6 Millionen für Prothetik. Dieser Wert bedeutet eine Steigerung von rund 150 Millionen Euro im Vergleich zur letzten genehmigten Fassung im Jahr 2023.
Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:
- Einführung fortschrittlicher diagnostischer und therapeutischer Dienste, die jetzt auch im ambulanten Bereich verfügbar sind.
- Aktualisierung der Tarife für Eingriffe im Zusammenhang mit Katarakt, mit Ergänzungen zur Abdeckung der Anästhesiebewertung.
- Anpassung der Tarife für die medizinisch unterstützte Fortpflanzung gemäß den Vorgaben der Region Emilia-Romagna, um eine vollständige Versorgung zu gewährleisten.
Updates zur prothetischen Leistung
Die neue Nomenklatur erweitert auch die Liste der Orthesen und Prothetik um Mobilitätshilfen und orthopädische Schuhe. Die Tarife wurden auf der Grundlage der Standardherstellungskosten neu definiert und bieten eine umfassendere Abdeckung als bisher nur teilweise enthaltene Geräte.
Um den wirtschaftlichen Bedarf zu decken, der sich aus diesen Reformen ergibt, wird ein Teil der bereits im LEA-Premierministerdekret vom 12. Januar 2017 vorgesehenen Deckung in Höhe von 380,7 Millionen Euro genutzt. Es werden zusätzliche Mittel benötigt, um die zusätzlichen Kosten zu decken, die auf 169,2 Millionen Euro geschätzt werden.
Ein Blick in die Zukunft
Mit der Einführung dieser neuen Tarife und Dienstleistungen bereitet sich das italienische Gesundheitssystem auf einen bedeutenden Wandel vor. Die Anpassung geht nicht nur auf die aktuellen Bedürfnisse der Patienten ein, sondern legt auch den Grundstein für eine immer effektivere und innovativere fachärztliche Versorgung. Die Zukunft des Gesundheitswesens erfordert eine kontinuierliche Überprüfung und Aktualisierung der Dienstleistungen, um sicherzustellen, dass die Bürger eine ihren Bedürfnissen entsprechende Versorgung erhalten.