Tourismus in Italien: Winterflaute oder neue Chancen?

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  • 13 November 2024
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Touristenströme in Italien: Ein Winter mit leichtem Rückgang

Die Wintersaison beginnt mit gemischten Nachrichten für den italienischen Tourismussektor. Nach den neuesten Schätzungen von Demoskopika, die von ANSA vorgelegt wurden, wird mit 26,7 Millionen Ankünften und 78 Millionen Besuchern ein Rückgang der Touristenströme erwartet. Diese Daten bedeuten einen Rückgang von 1,3 % bzw. 2,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Ein Vergleich mit der Vergangenheit

Im Vergleich zu 2019 scheint die Situation jedoch stabiler zu sein: Bei den Ankünften ist ein begrenzter Rückgang von 0,6 % zu verzeichnen, während bei den Präsenzen ein Wachstum von 5,1 % zu verzeichnen ist. Die Tourismusausgaben, die auf 20,5 Milliarden geschätzt werden, weisen im Vergleich zum letzten Winter einen Rückgang um 4,4% auf. Besonders deutlich ist der Rückgang bei ausländischen Touristen mit 11 Millionen Ankünften (-3,6%) und 37 Millionen Übernachtungen (-5,2%).

Der Heimatmarkt: Ein Licht im Dunkeln

Im Gegensatz zum internationalen Markt zeigt der Inlandstourismus Anzeichen von Widerstandsfähigkeit. Mit etwa 15,8 Millionen erwarteten Ankünften und einem bescheidenen Wachstum von 0,3 % macht es 59,2 % der Gesamtzahl aus. Dennoch wird im Jahr 2025 mit einem leichten Rückgang der Besucherzahlen gerechnet, wobei die Schätzungen bei etwa 41,2 Millionen liegen, was 0,5 % entspricht. Regionen wie Trentino-Südtirol, Venetien und die Lombardei gehören dank ihrer renommierten Infrastruktur und Tradition im Wintertourismus nach wie vor zu den attraktivsten. Im Gegenteil: Reiseziele wie Umbrien und die Toskana glänzen durch ihr kulturelles und naturalistisches Angebot.

Laut Demoskopika werden Alpenresorts dank Schneesport und fortschrittlichen Einrichtungen weiterhin eine Referenz für den Wintertourismus darstellen. Allerdings könnten die Regionen Mittelitaliens von gezielten Investitionen profitieren, um den Rückstand gegenüber anderen Gebieten zu schließen. Für die südlichen Regionen und italienischen Inseln wie Sardinien und Sizilien besteht erhebliches Potenzial, das durch eine angemessene Infrastruktur und über das ganze Jahr verteilte Werbeveranstaltungen erschlossen werden kann.

Ein Blick in die Zukunft

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wintersaison zwar Herausforderungen für den Tourismus in Italien mit sich bringt, sich aber auch Möglichkeiten zur Verbesserung des Gesamtangebots ergeben. Strategische Investitionen und die Konzentration auf die Förderung weniger besuchter Gebiete könnten sich als entscheidend für die Wiederbelebung eines Sektors erweisen, der für die Volkswirtschaft von grundlegender Bedeutung ist.

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