Das Verschwinden von Franco Ferrarotti: eine Säule der italienischen Soziologie
Franco Ferrarotti, einer der einflussreichsten italienischen Soziologen, ist im Alter von 98 Jahren in Rom gestorben. Die Nachricht von seinem Tod wurde von Mario Morcellini, emeritierter Professor für Kommunikation, bestätigt. Ferrarotti, bekannt für seinen Beitrag zum Studium der Soziologie und für seine politische Rolle, war ein Bezugspunkt für Generationen von Studenten und Wissenschaftlern. Zuletzt hatte er sich in Rom einer Operation unterzogen, deren Ergebnis zunächst positiv aussah.
Ein Lebensweg, der der Soziologie gewidmet ist
Ferrarotti wurde am 7. April 1926 in Palazzolo Vercellese geboren und war bis 2002 Professor für Soziologie an der Universität La Sapienza in Rom. Während seiner akademischen Laufbahn lehrte er an mehreren internationalen Universitäten, insbesondere in den Vereinigten Staaten. Morcellini betonte, dass sein Name in Italien trotz seiner Verbindungen zu ausländischen akademischen Institutionen untrennbar mit der Soziologie verbunden sei.
Ferrarotti engagierte sich auch aktiv in der Politik. Er wurde in der dritten Legislaturperiode des italienischen Parlaments zum Stellvertreter der Gemeinschaftsbewegung gewählt und erhielt 2005 den Titel eines Großkreuzritters.
Bedeutende Beiträge zur Disziplin
Zu seinen bedeutendsten Werken zählen Titel wie „Gewerkschaften und Macht“ (1954), „Der Protest der Arbeiter“ (1955) und „Max Weber und das Schicksal der Vernunft“ (1965). Darüber hinaus war er Mitbegründer der Quaderni di sociologia, einer Publikation, die zur Gestaltung der soziologischen Debatte in Italien beitrug. Er leitete auch die Zeitschrift La Critica Sociologica und verlieh zahlreichen Intellektuellen der Branche eine Stimme.
Ferrarotti hat das italienische und internationale soziologische Panorama unauslöschlich geprägt. Sein Engagement für die Forschung und der Einfluss, den er auf seine Studenten hatte, werden auch zukünftige Generationen inspirieren.
Ein bleibendes Erbe
Der Tod von Franco Ferrarotti markiert das Ende einer Ära der Soziologie in Italien. Seine große wissenschaftliche Leistung und sein soziales Engagement zeugen von seiner Leidenschaft für die Disziplin. Während wir uns darauf vorbereiten, an sein Leben und seine Karriere zu erinnern, ist es wichtig, über die Bedeutung der Soziologie als Instrument zum Verständnis der heutigen Gesellschaft und der vor uns liegenden Herausforderungen nachzudenken.