Außergewöhnliche Fossilien im Orobie Valtellinesi Park entdeckt

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  • 13 November 2024
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Fossilienfunde im Orobie Valtellinesi Park

Im Orobie Valtellinesi Park in der Provinz Sondrio wurde kürzlich ein faszinierendes versteinertes Ökosystem entdeckt. Dieser außergewöhnliche Ort, der durch das Schmelzen von Schnee und Eis ans Licht kam, bewahrt Spuren des Lebens, die bis vor 280 Millionen Jahren zurückreichen. Zu den gesammelten Beweisen gehören Fußabdrücke von Amphibien und Reptilien, Pflanzen, Samen und sogar Regentropfen, die einen einzigartigen Einblick in das Leben in der Vergangenheit bieten. Die Bergung der versteinerten Funde, die auf 3.000 Metern Höhe über dem Meeresspiegel stattfand, wurde von einem Hubschrauber unterstützt und führte zur Präsentation der ersten Proben im Naturhistorischen Museum Mailand.

Eine zufällige Entdeckung

Der Ort wurde zufällig von der Wanderin Claudia Steffensen aus Lovero entdeckt. Seine Entdeckung wurde vom Naturfotografen Elio Della Ferrera dokumentiert. Die Studien wurden von Experten der Branche durchgeführt: dem Paläontologen Cristiano Dal Sasso vom Naturhistorischen Museum Mailand, dem Geologen Ausonio Ronchi von der Universität Pavia und dem Ichnologen Lorenzo Marchetti vom Naturhistorischen Museum Berlin. Die erste Analyse ergab Spuren von Tetrapoden (Reptilien und Amphibien) und Wirbellosen (Insekten, Arthropoden), von denen viele so angeordnet waren, dass sie „Spuren“ bildeten. Diese Zeichen stammen aus dem Perm, der letzten Periode des Paläozoikums, einer Zeit, in der es noch keine Dinosaurier gab.

„Die größten hier gefundenen Fußabdrücke stammten von Lebewesen, die beträchtliche Ausmaße erreichen konnten: bis zu 2-3 Meter lang“, sagte Dal Sasso. Darüber hinaus enthält die Stätte Spurenfossilien von mindestens fünf verschiedenen Ichnospezies und bietet Möglichkeiten für detaillierte paläoökologische Rekonstruktionen.

Eine außergewöhnliche Erhaltung

Ronchi erklärt, dass die Fußabdrücke in einem Flusskontext entstanden sind: „Diese Sandsteine ​​und Schiefer waren in Wasser getränkte Sande und Schlämme an den Rändern von Flüssen und Seen.“ Während der Trockenzeit verhärtete die Sommersonne die Oberfläche, sodass die Fußabdrücke unter schützenden Lehmschichten erhalten blieben. Marchetti fügt hinzu, dass die Feinheit der nun versteinerten Sedimente die außergewöhnliche Erhaltung von Details ermöglicht habe: „Die Abdrücke der Fingerspitzen und der Bauchhaut sind deutlich sichtbar.“ Diese Entdeckung deutet auf eine bemerkenswerte Paläo-Biodiversität hin, die wahrscheinlich höher ist als die, die in anderen geologisch ähnlichen Lagerstätten in der Region beobachtet wird.

Zukunftsperspektiven

Diese Entdeckung bereichert nicht nur unser Verständnis des terrestrischen Lebens in der fernen Vergangenheit, sondern bietet auch neue Möglichkeiten für paläoökologische Studien. Die Bedeutung der Fossilienfundstelle im Orobie Valtellinesi Park führt zu einem erhöhten Potenzial für eingehende Forschung zur antiken Artenvielfalt und zur Entwicklung von Ökosystemen. Je weiter die wissenschaftliche Forschung voranschreitet, desto mehr Entdeckungen werden erwartet, die unser Verständnis der Geschichte des Lebens auf der Erde revolutionieren könnten.

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