Virotherapie gegen Brustkrebs: Beatas Geschichte

  • WorldScope
  • |
  • 10 November 2024
Post image

Eine innovative Virotherapie gegen Brustkrebs

Eine Virologin an der Universität Zagreb hat einen mutigen und unkonventionellen Weg eingeschlagen, um ihren Brustkrebs zu bekämpfen, indem sie eine Technik verwendet, die auf Viren basiert, die sie im Labor gezüchtet hat. Beata Halassy beschreibt in einem in der Zeitschrift Vaccine veröffentlichten Artikel ihre Erfahrung als „etwas, das nicht nachgeahmt werden darf“ und wirft ethische Fragen zum Selbstversuch auf.

Die Entdeckung und die Entscheidung zum Handeln

Im Jahr 2020 erhielt Halassy eine niederschmetternde Diagnose: An derselben Stelle, an der sie sich zuvor einer Mastektomie unterzogen hatte, hatte sich ein neuer Tumor gebildet. Angesichts dieses Rückfalls und der Möglichkeit, sich erneut einer Chemotherapie zu unterziehen, entschied er sich, nach einer Alternative zu suchen. Mit seinem wissenschaftlichen Fachwissen vertiefte er sich in die verfügbare Literatur und begann mit der Entwicklung einer personalisierten Therapie. Halassy wandte eine innovative Strategie namens „onkolytische Virotherapie“ an, bei der Viren zur Bekämpfung von Tumorzellen und zur Aktivierung des Immunsystems eingesetzt werden. Obwohl sich diese Technik noch in der ersten Testphase befand, beschloss Halassy, ​​sie in seinem persönlichen Fall anzuwenden.

Die Behandlung und die erzielten Ergebnisse

Die Strategie bestand darin, zwei Viren direkt in den Tumor zu injizieren: das Masernvirus und eines der vesikulären Stomatitisviren. Nach zweimonatiger Behandlung, bei der Onkologen die Situation ständig überwachten, um gegebenenfalls einzugreifen, stellte Halassy eine fortschreitende Reduzierung des Tumors ohne schwerwiegende Nebenwirkungen fest. Dies ermöglichte die chirurgische Entfernung des Tumors selbst. Anschließend wurde sie ein Jahr lang mit einem monoklonalen Antikörper behandelt. Eine Analyse des Tumorgewebes ergab, dass die Therapie erfolgreich war und es zu einer deutlichen Infiltration von Lymphozyten kam, den Immunzellen, die für die Immunantwort verantwortlich sind.

Auf dem Weg zu neuen Grenzen in der Forschung

Nach mehreren Ablehnungen seitens wissenschaftlicher Fachzeitschriften konnte Halassy endlich die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlichen. Trotz der Kontroversen, die seine Wahl des Selbstversuchs hervorrief, bringt er kein Bedauern zum Ausdruck und betont, dass die Wiederholung seines Ansatzes fortgeschrittene wissenschaftliche Fähigkeiten erfordern würde. Derzeit hat Halassy die Finanzierung gesichert, um seine Therapie an krebskranken Haustieren zu testen. Diese Richtung könnte neue Perspektiven für den Einsatz der Virotherapie in breiteren klinischen Kontexten eröffnen. Die Geschichte von Beata Halassy beleuchtet nicht nur das Potenzial der onkolytischen Virotherapie, sondern wirft auch wichtige Fragen zur Zukunft der medizinischen Forschung und zur Ethik des Selbstversuchs auf.

You May Also Like

Großbritanniens mutiger Plan zur Senkung der Arbeitslosigkeit enthüllt

Großbritanniens mutiger Plan zur Senkung der Arbeitslosigkeit enthüllt

Regierung stellt Initiative „Get Britain Working“ zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vor Um den britischen Arbeitsmarkt wiederzubeleben, hat die Regierung ihre ehrgeizige Initiative „Get Britain Working“ eingeführt.