Trump fehlt bei COP29: Welche Folgen für das Klima?

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  • 10 November 2024
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Trumps Abwesenheit bei COP29: ein Schatten auf die Klimazukunft

COP29, die jährliche UN-Klimakonferenz, wird vom 11. bis 22. November in Baku, Aserbaidschan, eröffnet. Obwohl der frühere Präsident Donald Trump nicht anwesend sein wird, wird sein Einfluss spürbar sein und könnte den Ausgang der Verhandlungen bestimmen. Im Wahlkampf äußerte Trump seine Absicht, die USA erneut aus dem Pariser Abkommen zurückzuziehen, ein Schritt, der erhebliche Folgen für die globale Klimapolitik hätte.

Drohungen eines amerikanischen Rückzugs

Trump hat erklärt, dass er im Falle seiner Wahl nicht nur beabsichtige, das Pariser Abkommen aufzugeben, sondern auch einen Austritt aus dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) in Betracht zu ziehen. Dies würde bedeuten, dass sich die USA nicht mehr an den internationalen Klimaverhandlungen beteiligen würden.

Im Wahlkampf betonte Trump immer wieder seine Energiestrategie: „Drill, Drill, Drill“, wobei die Förderung der Öl- und Gasförderung oberste Priorität hat. Dieser Ansatz würde den Vereinigten Staaten Energieautarkie und eine Exporteurposition verschaffen, aber auch die Treibhausgasemissionen erhöhen. Antonio Guterres, UN-Generalsekretär, warnte davor, dass das Pariser Abkommen zwar überleben könne, ein Rückzug der USA jedoch seine Auswirkungen beeinträchtigen könnte. Francesco Corvaro, Italiens Sonderbeauftragter für Klima, betonte, dass der Fortschritt ohne amerikanisches Engagement begrenzt sei.

Die Herausforderungen der COP29

Dieses Jahr werden wir in Baku hauptsächlich über Klimafinanzierung diskutieren. Das neue Instrument zur Unterstützung gefährdeter Länder muss den im Rahmen des Pariser Abkommens eingerichteten Fonds in Höhe von 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr ersetzen. Erst im Jahr 2022 erreichte dieser Fonds diesen Wert. Allerdings dürften die Verhandlungen komplex werden: Schwache Länder fordern mehr Ressourcen und Nutzungsfreiheit, während Geber zurückhaltend sind und klare Regeln wollen. Die Abwesenheit von Präsident Biden und anderen führenden Politikern der Welt wie Xi Jinping und Narendra Modi wirft Fragen über die Zukunft der Konferenz auf. Am 13. November wird die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprechen. Sollte Trump jedoch während der Konferenz drastische Maßnahmen in der Klimapolitik ankündigen, könnte dies die Bemühungen um ein globales Engagement für Nachhaltigkeit ernsthaft untergraben. In einem bereits fragilen internationalen Kontext für die Klimapolitik könnte der Rückzug der Vereinigten Staaten andere Mächte dazu veranlassen, ihre Verpflichtungen zur Dekarbonisierung zurückzuziehen. Sollte dies geschehen, drohe die Zukunft der globalen Klimapolitik zum Stillstand zu kommen.

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