Valencia im Aufstand: Bürger fordern nach Überschwemmung Rücktritt

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  • 09 November 2024
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Empörung in Valencia: Proteste nach der verheerenden Flut

Elf Tage nach dem katastrophalen Tsunami aus Schlamm und Wasser, der die Provinz Valencia heimsuchte und mindestens 220 Menschen forderte und 78 Gemeinden verwüstete, explodierte die Wut der Bürger auf den Straßen. Am Samstag versammelten sich rund 130.000 Demonstranten in der Hauptstadt, um ihre Unzufriedenheit mit der Bewältigung des Notstands durch die Regionalregierung zum Ausdruck zu bringen und den Rücktritt des Gouverneurs Carlos Mazòn, der der Volkspartei angehört, zu fordern.

Ein Protestmarsch

Die Demonstration wurde von 68 Körperschaften und sozialen Organisationen organisiert und startete an der Plaza del Ayuntamiento. Die Teilnehmer hielten ein Transparent mit der Aufschrift „Mazòn dimisiòn“ hoch, begleitet von Rufen, die die Inkompetenz des Gouverneurs bei der Bewältigung der Krise anprangerten. Während der Prozession betonten die Sprecherinnen der Verbände, Ana Oliver und Beatriz Cardona, die „Nachlässigkeit der Regierung der valencianischen Gemeinschaft“ und betonten die Verzögerungen bei der Alarmierung der Bevölkerung und die Ineffizienz bei der Bewältigung des Notfalls.

Die Aktivisten sagten: „Sie wussten nicht, wie sie eine Naturkatastrophe bewältigen oder die nötige Hilfe zum Aufräumen und Sammeln von Trümmern organisieren sollten. Sie müssen sofort gehen.“ Der Marsch begann im Stillen zum Gedenken an die Opfer, artete jedoch schnell zu Parolen gegen Mazòn und die Zentralregierung aus. Einige Demonstrantengruppen brachten ihre Unzufriedenheit auch dadurch zum Ausdruck, dass sie Orangen und Schlammbälle in Richtung der Gemeinde warfen, was zu Spannungen mit der Polizei führte.

Das Echo der Empörung

Die Unzufriedenheit beschränkte sich nicht nur auf Valencia; Tausende Menschen demonstrierten auch in Madrid und anderen Städten wie Alicante und Elche und forderten mit Nachdruck „Mazòn dimisión“. Banner und Sprechchöre, die Gerechtigkeit für die Opfer forderten, hallten im ganzen Land wider und offenbarten ein Klima wachsender Unzufriedenheit mit der herrschenden Klasse. Die kollektive Empörung ist ein Weckruf für lokale und nationale Politiker. Angesichts des bevorstehenden komplexen Wiederaufbaus bleibt abzuwarten, wie die Regierung nicht nur mit dieser unmittelbaren Notlage, sondern auch mit den langfristigen Folgen für das Vertrauen der Bürger in Institutionen umgehen wird. Die Forderung nach Rechenschaftspflicht könnte einen bedeutenden Wandel in der Regierungsführung der Region bedeuten.

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