##Gesundheitsuntersuchung in Basilikata: Prominente Politiker werden vor Gericht gestellt
Die Untersuchung des lukanischen Gesundheitswesens wird weiterhin diskutiert, an der prominente Vertreter der Regionalpolitik beteiligt sind. Der Präsident des Regionalrats der Basilikata, Vito Bardi, wurde wegen Mittäterschaft bei der Gewährung oder Versprechung von Vorteilen vor Gericht gestellt. Diese Bestimmung ist das Ergebnis einer im Jahr 2022 eingeleiteten Untersuchung und die erste Anhörung ist für den 20. Januar 2025 angesetzt.
Beteiligte politische Persönlichkeiten
Bardi ist nicht der einzige Politiker, der vor Gericht steht. Vier weitere Stadträte seines Mitte-Rechts-Rats waren an dem Verfahren beteiligt:
- Gianni Rosa, Senator der Brüder Italiens
- Francesco Cupparo, Regionalrat für produktive Aktivitäten von Forza Italia
- Francesco Fanelli, Regionalrat der Liga
- Rocco Leone, Regionalrat von Fratelli d’Italia
In den vergangenen Monaten wurde die ehemalige Stadträtin Donatella Merra nach der Abschaffung des Amtsvergehens von den Ermittlungen ausgeschlossen.
Bardi, mit 56,6 % der Stimmen gegen 42,2 % des Mitte-Links-Kandidaten Piero Marrese wiedergewählter Gouverneur, entschied sich, die Entscheidung des Ermittlungsrichters Francesco Valente nicht zu kommentieren.
Untersuchungsdetails
Die Ermittlungen führten am 7. Oktober 2022 zu zwei bedeutenden Festnahmen: Francesco Piro, damals Fraktionsvorsitzender von Forza Italia im Regionalrat, wurde inhaftiert, während er die ehemalige Bürgermeisterin von Lagonegro, Maria Di Lascio, festnahm Hausarrest. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf zwei Hauptlinien:
Die erste betrifft die angebliche Absetzung von Massimo Barresi aus der Generalleitung des Krankenhauses San Carlo in Potenza. Die Ermittler behaupten, dass diese Aktion vom Rat durch eine Kürzung von Mitteln in Höhe von rund 12 Millionen Euro inszeniert wurde.
Der zweite Strang untersucht einen angeblichen „politischen Wahlhandel“ in der Stadt Lagonegro während der Kommunalwahlen 2020.
Am Ende der Vorverhandlung im Justizpalast der lukanischen Hauptstadt wurden insgesamt 19 Personen (darunter Piro und Di Lascio) vor Gericht gestellt. Für fünf weitere Personen wurde entschieden, dass es keine Möglichkeit mehr gab, weiterzumachen, und drei Personen wurden in einem abgekürzten Verfahren freigesprochen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Untersuchung der lukanischen Gesundheitsversorgung wirft ein Schlaglicht auf umfassendere Probleme hinsichtlich Transparenz und Integrität in der lokalen Politik. Da zahlreiche Politiker vor Gericht stehen und ein Klima des wachsenden Misstrauens gegenüber Institutionen herrscht, ist es von entscheidender Bedeutung zu beobachten, wie sich diese Ereignisse in den kommenden Monaten entwickeln und welche Auswirkungen sie auf die regionale Regierungsführung haben werden. Die Basilikata steht nun vor einer entscheidenden Phase für ihre politische und soziale Zukunft.