Die Situation von Asylbewerbern in Albanien
Nach der Ankunft des Libra-Schiffes verbleibt eine kleine Zahl von Asylsuchenden in Albanien. Von den 8 Migranten, die ursprünglich für das beschleunigte Grenzverfahren ausgewählt wurden, wurden nur 7 in das Gjader-Zentrum überstellt. Einer von ihnen, der bei der medizinischen Untersuchung aufgrund gesundheitlicher Probleme als gefährdet befunden wurde, wird nach Italien zurückgeführt. Der Vorfall hat Fragen zur Wirksamkeit des Aufnahmeprozesses aufgeworfen.
Vorführungen und Transfers
Im Hafen von Shengjin wurden die Migranten, darunter drei Ägypter und fünf Bangladescher, einer strengen Gesundheitskontrolle unterzogen. Die Verletzlichkeit eines von ihnen führte dazu, dass er aus gesundheitlichen Gründen nach Brindisi überstellt wurde, während die anderen auf die Bestätigung ihrer Inhaftierung durch die römischen Richter warten. Dieser Vorgang sollte innerhalb von 48 Stunden abgeschlossen sein.
Giuseppe Santalucia, Präsident der ANM, äußerte die Hoffnung, dass die Gerichtsbarkeit ohne Einmischung von außen funktionieren kann. Die jüngsten Kontroversen haben Schatten auf die zweite Phase der albanischen Operation der italienischen Regierung geworfen.
Auf der ersten Reise am 16. Oktober waren 16 Migranten an Bord der Libra, aber nur 12 durften nach Kontrollen bleiben.
Das Abkommen zwischen Italien und Albanien sieht vor, dass Migranten in internationalen Gewässern abgefangen und auf das Schiff gebracht werden. Bei diesen ersten Kontrollen wurden einige Personen ausgeschlossen, die als gefährdet oder minderjährig galten.
Zustandsüberwachung
Eine italienische Parlamentsdelegation und Vertreter von Asylverbänden sind anwesend, um die Bedingungen in den Aufnahmezentren zu überwachen. Bewertet werden entscheidende Aspekte wie Wohnräume und die Einhaltung gesetzlicher und internationaler Verfahren.
Innenminister Matteo Piantedosi verteidigte erneut den albanischen Einsatz und kündigte neue Rechtsmittel gegen mögliche Ablehnungen der Inhaftierungen an. Er stellte mit Überzeugung fest, dass der gesamte Prozess den europäischen Vorschriften entspricht:
„Gerichtsverfahren sind langwierig und komplex; wir werden jede Entscheidung anfechten, mit der wir nicht einverstanden sind.“
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Kassationsgerichtshof, der am 4. Dezember über ein Urteil zur Bewertung der Sicherheit der Herkunftsländer der Migranten entscheiden muss.
Zukunftsaussichten
Die aktuelle Situation spiegelt die großen Herausforderungen wider, vor denen Europa bei der Bewältigung der Einwanderung steht. Da die rechtlichen Verfahren und Bedingungen in Aufnahmezentren ständig überprüft werden, bleibt die Zukunft der Asylbewerber ungewiss. Es bleibt wichtig, ein Gleichgewicht zwischen nationaler Sicherheit und Menschenrechten sicherzustellen und gleichzeitig eine nachhaltige Lösung für das Migrationsphänomen zu finden.