Putins Glückwünsche an Trump: eine ungewisse Zukunft
Mehr als 24 Stunden nach Donald Trumps Sieg hat der russische Präsident Wladimir Putin endlich seine Glückwünsche ausgesprochen. Obwohl er noch keinen direkten Kontakt mit dem gewählten Präsidenten hatte, sagte Putin, er sei zu einem Gespräch bereit und sagte, es sei nicht „beschämend“, die Initiative zu ergreifen und das Telefonat zu tätigen.
Putins Aussagen
Während seiner Teilnahme an der Konferenz des Waldai-Clubs äußerte sich Putin zu Trumps Wiederwahl und der von ihm vorgeschlagenen Initiative zur Lösung des Konflikts in der Ukraine. Tatsächlich hatte Trump erklärt, er könne den Krieg „in 24 Stunden“ beenden.
Putin bezeichnete diesen Vorschlag als „bemerkenswert“, obwohl die Einzelheiten unklar bleiben. Das Wall Street Journal berichtet, dass der Konflikt mit Kiew voraussichtlich außerhalb der NATO eingefroren wird, wodurch die territoriale Integrität der Ukraine gewahrt bleibt und autonome Regionen um eine entmilitarisierte Zone geschaffen werden. Die Verantwortung für die Umsetzung des Abkommens und den Wiederaufbau würde Europa überlassen.
In einem Moment der Anerkennung lobte Putin Trump auch für den Mut, den er während eines Angriffs im Wahlkampf gezeigt hatte.
Trumps Antwort und russische Reaktionen
Trump reagierte schnell auf die Glückwünsche und verriet in einem Interview mit NBC, dass er noch nicht mit Putin gesprochen habe, aber hoffe, dass dies bald geschehen werde.
Im Anschluss an seine Äußerungen zu Trump sprach Putin über die Spannungen zwischen Russland und der NATO und behauptete, die NATO habe Russland in den Konflikt „gezwungen“. Er warnte davor, dass die Welt tiefgreifende Veränderungen erlebe und prognostizierte, dass die nächsten zwanzig Jahre noch größere Herausforderungen mit sich bringen würden.
Kremlsprecher Dmitri Peskow wies auf die Möglichkeit von Kontakten zwischen den beiden Führern vor Trumps offizieller Amtseinführung im kommenden Januar hin. Bisher gab es jedoch keine direkten Kontakte zwischen russischen Beamten und dem Personal des gewählten Präsidenten.
Ein Blick in die Zukunft
Russland scheint offen für die Prüfung von Ideen zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine zu sein, wie Außenminister Sergej Lawrow erklärte. Die bisher von der Europäischen Union eingegangenen Vorschläge galten jedoch als unpraktisch.
Da sich die militärische Situation vor Ort in der Ukraine weiter verschlechtert, scheint Moskau bereit zu sein, seine diplomatische Karte auszuspielen, während die Welt gespannt darauf wartet, wie sich diese neue Ära in den internationalen Beziehungen entwickeln wird. Die Wahl des Westens könnte sich als entscheidend erweisen: entweder Kiew weiter finanziell unterstützen oder die neuen geopolitischen Realitäten anerkennen und konstruktive Verhandlungen aufnehmen.