Die Verwüstung durch den Schlamm-Tsunami in Valencia: ein tragischer Tribut
Eine Woche nach dem verheerenden Schlamm-Tsunami, der durch den Sturm Dana verursacht wurde, muss sich die Provinz Valencia mit den Folgen einer Katastrophe auseinandersetzen, die mindestens 221 Leben gekostet hat und fast eine Million Menschen, also ein Drittel der Bevölkerung, betroffen hat regionale Bevölkerung. Während das Echo der Zerstörung in der gesamten Region widerhallt, entsteht auch unter den betroffenen Gemeinden eine außergewöhnliche Solidarität, die zum Wiederaufbau bereit ist.
Suchaktionen und Opferzahlen
Die Nationalpolizei und die Guardia Civil haben Maßnahmen zur Suche nach den Vermissten eingeleitet. Derzeit wurden 89 Fälle vermisster Personen gemeldet, von denen biologische Proben zur Identifizierung bereitgestellt wurden. Diese Fälle stellen jedoch nicht die Gesamtzahl der vermissten Personen dar, da es möglicherweise weitere Fälle gibt, die noch nicht gemeldet wurden.
Es ist wichtig anzumerken, dass die 62 Leichen, die vom Institut für Gerichtsmedizin geborgen und obduziert wurden, noch nicht identifiziert wurden. Gerichtsmediziner haben bisher 195 Autopsien durchgeführt, während weiterhin menschliche Überreste aus von Überschwemmungen betroffenen Gebieten, einschließlich des Naturparks Albufera, wieder auftauchen.
Die Strände der Küste von Valencia waren geschlossen und die Schifffahrt aufgrund der Anwesenheit von Leichen und Trümmern eingeschränkt. Das Hochseeschiff „Ramon Margalef“ wird sich gemeinsam mit der Kriminalpolizei an den Suchaktionen beteiligen.
Solidarität und Wiederaufbau: die Zukunft der betroffenen Gemeinden
Während die örtlichen Behörden daran arbeiten, die Grundversorgung wiederherzustellen, haben viele Bewohner immer noch keinen Zugang zu Trinkwasser. Tanker verteilen Wasser in Flaschen, da viele Abwasserleitungen geplatzt sind.
Die Anspannung in der Region ist spürbar: Das Gesundheitsrisiko ist aufgrund möglicher Infektionskrankheiten hoch. Trotz der schwierigen Situation haben einige Bürger begonnen, sich zu organisieren, um ihren Nachbarn zu helfen.
Maria Mata, eine Bewohnerin der Gemeinde Picana, sagte, dass es dank der Ankunft des Militärs, das die Hauptstraßen geräumt habe, endlich „etwas Licht“ gegeben habe. Andere Freiwillige arbeiten weiterhin unermüdlich daran, Schutt und Schlamm zu beseitigen.
Juan Zampieri, Besitzer eines örtlichen Restaurants, hat damit begonnen, den von der Katastrophe betroffenen Bewohnern warme Mahlzeiten anzubieten: „Valencia hat mir in 30 Jahren viel gegeben, ich bin hier, um zurückzugeben, was ich erhalten habe.“
Dieser Gemeinschaftsgeist könnte auf dem Weg zur Genesung entscheidend sein. Auch wenn es noch ein weiter Weg bis zur Rückkehr zur Normalität in den zerstörten Gebieten ist, gibt die Widerstandsfähigkeit der Valencianer Hoffnung für die Zukunft.