Landesweiter Streik des Eisenbahnpersonals nach einem Angriff
In ganz Italien beteiligen sich Bahnmitarbeiter von Trenitalia und ihren Tochtergesellschaften an einem achtstündigen Streik als Reaktion auf einen schweren Unfall an Bord eines Regionalzuges. Die Initiative, die von 9 bis 17 Uhr stattfindet, wurde von den Gewerkschaften Filt Cgil, Fit Cisl, Uiltrasporti, Ugl Ferrovieri, Fast Confsal und Orsa Trasporti aufgerufen, um größere Sicherheitsmaßnahmen zu fordern.
Der Angriff auf den Zugbegleiter ereignete sich während der Ausübung seiner Tätigkeit und löste in der Branche heftige Reaktionen aus.
Vorfalldetails
Der schwere Vorfall ereignete sich im Regionalzug 12042 in Richtung Busalla. Ein 44-jähriger Zugbegleiter wurde von einem 21-jährigen jungen Mann in Begleitung eines Minderjährigen zweimal erstochen. Die beiden Angreifer wurden sofort von der Polizei gestoppt.
Den ersten Ermittlungen zufolge war der Angriff auf einen Streit zwischen dem Opfer und den Passagieren zurückzuführen. Während der Fahrkartenkontrolle in der Nähe des Bahnhofs Genua Rivarolo forderte der Zugbegleiter das Paar auf, den Zug zu verlassen. In diesem Moment zog der junge Mann ein Messer und verletzte den Arbeiter schwer.
Der Konvoi wurde sofort angehalten, um die Ankunft der Hilfe zu ermöglichen. Der Zugbegleiter wurde an Ort und Stelle stabilisiert und anschließend unter Alarmstufe Rot in das Krankenhaus Villa Scassi in Genua transportiert. Glücklicherweise gibt sein Zustand keinen Anlass zur Sorge, da die Schläge keine lebenswichtigen Organe trafen.
Reaktionen und Perspektiven
Die Reaktion auf die Gewalt hat wichtige Fragen zur Sicherheit im Eisenbahnsektor aufgeworfen. Der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini drückte seine Solidarität mit den streikenden Arbeitern aus und betonte die Notwendigkeit, Kriminalität und illegale Einwanderung zu bekämpfen, und wies darauf hin, dass diese Probleme zu Gewaltvorfällen in Zügen beitragen.
Die Streikgarantiekommission forderte die Gewerkschaften auf, die Dauer des Protests zu verkürzen, erkannte jedoch die Schwere des Vorfalls an. Die Gewerkschaften lehnten diesen Antrag jedoch mit der Begründung ab, dass es gegenüber Arbeitnehmern und Reisenden unverantwortlich wäre, die Bedeutung des Angriffs herunterzuspielen.
Mit diesem Streik wollen die Bahnbeschäftigten auf gravierende Sicherheitslücken aufmerksam machen und konkrete Maßnahmen fordern, um den Schutz von Personal und Fahrgästen auch in Zukunft zu gewährleisten. Die Mobilisierung stellt einen entscheidenden Schritt hin zu einem größeren Bewusstsein für die täglichen Herausforderungen dar, mit denen Transportarbeiter konfrontiert sind.