Italien in einer Gesundheitskrise: Warum Millionen auf eine Behandlung verzichten

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  • 05 November 2024
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Ein Gesundheitsalarm: Italien und die Verschiebung der Behandlung

Im Jahr 2023 haben 7,6 % der italienischen Bevölkerung auf medizinische Versorgung verzichtet, ein Anstieg im Vergleich zu 6,3 % im Jahr 2019. Diese alarmierenden Daten gehen aus einer von Istat durchgeführten Umfrage hervor und verdeutlichen die zunehmenden Schwierigkeiten beim Zugang zu Gesundheitsdiensten. Lange Wartelisten gelten als einer der Hauptgründe für das Aufgeben und betreffen 4,5 % der Italiener, verglichen mit 2,8 % im Jahr 2019. Darüber hinaus brachen 4,2 % die Behandlung aus wirtschaftlichen Gründen ab, während 1 % Probleme oder Unannehmlichkeiten bei der Behandlung meldeten. Der Präsident von Istat, Francesco Maria Chelli, unterstrich diese Probleme während seiner Anhörung zum Wirtschaftsmanöver und verwies dabei auf die Umfrage „Aspekte des täglichen Lebens“. Noch komplexer wird die Situation angesichts der Entwicklung der Gesundheitsausgaben. Nach einer Phase anhaltenden Wachstums zwischen 2020 und 2022, in der die öffentlichen Ausgaben von 114,7 Milliarden im Jahr 2019 auf 130,8 Milliarden im Jahr 2022 stiegen, ist im Jahr 2023 ein Rückgang um 0,4 % auf * zu verzeichnen. 130,2 Milliarden*.

Gesundheitsausgaben und zukünftige Herausforderungen

Die Gesundheitsausgaben der Familien überstiegen 40,6 Milliarden, was einem Anstieg von 1,7 % im Vergleich zu 2022 entspricht. Dieser Trend ist teilweise auf die Erholung nach dem Rückgang im Jahr 2020 zurückzuführen. Chelli betont, dass die durchschnittliche Veränderung im Zeitraum von 2019 bis 2023 +3,2 % beträgt, während die für Familien **+2,7 % erreicht. **. Ein weiterer kritischer Aspekt ist die Alterung des medizinischen Personals und der wachsende Pflegebedarf. Besonders besorgniserregend sind die Allgemeinmediziner: Viele von ihnen stehen kurz vor der Pensionierung und die Zahl der Patienten pro Facharzt steigt. Im Jahr 2022 lag das Gesamtangebot an Ärzten in Italien bei 4,2 pro tausend Einwohner, wobei es zwischen den verschiedenen Landesteilen erhebliche Unterschiede gab. Der Ärztemangel ist offensichtlich: Auf 10.000 Einwohner kommen nur 6,7 Allgemeinmediziner und etwa 77 % sind mindestens 55 Jahre alt.

Auf dem Weg zu einer notwendigen Reform

Die von Chelli gestartete Warnung wirft wichtige Fragen zur Zukunft des italienischen Gesundheitswesens auf. Angesichts der Zunahme der älteren Bevölkerung und der wachsenden Nachfrage nach Gesundheitsversorgung wird es unerlässlich sein, die Struktur und Organisation der Gesundheitsdienste im Land zu überdenken. Die Anpassung der personellen und finanziellen Ressourcen könnte von entscheidender Bedeutung sein, um einen gleichberechtigten Zugang zur Gesundheitsversorgung zu gewährleisten und weitere Opfer der Bürger zu verhindern.

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