Ita Airways und Lufthansa: Einigung in gefährlicher Pattsituation

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  • 05 November 2024
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Blockaden und Neuverhandlungen: Das Ita-Lufthansa-Abkommen liegt auf Eis

Die Zukunft von Ita Airways, der italienischen Fluggesellschaft, die Alitalia übernommen hat, hängt am seidenen Faden, nachdem das endgültige Paket der Allianz mit Lufthansa nicht wie erwartet an die Europäische Kommission übermittelt wurde. Aus europäischen Quellen geht hervor, dass die Ursache dieser Verzögerung mit einer plötzlichen Anfrage zur Änderung der Vereinbarung zusammenhängt, die in den letzten Stunden von Lufthansa eingegangen ist.

Die aktuelle Situation

Den vorliegenden Informationen zufolge war der endgültige Plan für die Allianz fertig und wurde sowohl von ITA als auch von Lufthansa sowie konkurrierenden Fluggesellschaften wie easyJet, Air France und IAG, die an der Slot-Vereinbarung teilnehmen, unterzeichnet. Allerdings fehlte die letzte, für das weitere Vorgehen wesentliche Unterschrift des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen (MEF).

„Wir stehen in Kontakt mit Lufthansa und dem italienischen Wirtschaftsministerium“, kommentierte ein Sprecher der Europäischen Kommission. Der Schwerpunkt liegt auf der Notwendigkeit, die zwischen den Parteien vereinbarte Vereinbarung zu analysieren. Die Forderung der Lufthansa nach Neuverhandlungen kam unerwartet. Das deutsche Unternehmen beantragte eine Preissenkung für die zweite Tranche der Vereinbarung und begründete seine Position mit den Kosten für Investitionen, die nach dem Pakt von 2023 getätigt wurden. Dieser Antrag löste beim MEF Bedenken aus, die den Vorgang aus verschiedenen Gründen für inakzeptabel hielten.

Die Reaktionen des Ministeriums

Das Ministerium betonte, dass die getätigten Investitionen zuvor mit der Lufthansa abgestimmt worden seien. Darüber hinaus hat Ita seine wirtschaftliche Situation deutlich verbessert und seinen Wert gesteigert. Als Reaktion auf die Situation bestätigte Lufthansa ihr Festhalten an der ursprünglichen Vereinbarung von 2023 zum Erwerb einer 41 %-Beteiligung an Ita Airways und schloss die erforderlichen Korrekturmaßnahmen innerhalb der festgelegten Frist ab. Die Vereinbarung scheint sich nun in einem kritischen Stadium zu befinden. Jüngsten Gerüchten zufolge soll es Versuche gegeben haben, einige Vertragsklauseln über den zu zahlenden Betrag nach der ersten für Lufthansa reservierten Kapitalerhöhung zu diskutieren.

Zukunftsperspektiven

Die Entwicklung der Situation zwischen ITA und Lufthansa wird erhebliche Auswirkungen nicht nur auf die beiden Unternehmen, sondern auch auf den europäischen Airline-Markt haben. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen bleibt abzuwarten, ob es gelingt, eine gemeinsame Basis zu finden oder ob man gezwungen sein wird, die Vertragsbedingungen völlig zu überdenken. Die Zukunft von Ita Airways könnte von der Fähigkeit der beteiligten Parteien abhängen, diese Schwierigkeiten zu überwinden und eine für beide Seiten zufriedenstellende Einigung zu erzielen.

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