Achtstündiger Eisenbahnstreik nach Angriff auf einen Zugschaffner in Genua

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  • 04 November 2024
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Achtstündiger Streik im Bahnsektor: eine Reaktion auf den Angriff

Heute rief das Bahnpersonal von Trenitalia und anderen Unternehmen zu einem achtstündigen Streik von 9.00 bis 17.00 Uhr auf, nachdem ein Zugführer an Bord des Regionalzuges Genua-Busalla erstochen worden war. Diese tragische Episode löste die Reaktion der Gewerkschaften aus, die eine Zunahme von Angriffen gegen Bahnpersonal anprangerten.

Der Angriff und die Folgen

Der Unfall ereignete sich, als der Zugschaffner, ein 44-jähriger Mann, Fahrkarten im Regionalzug 12042 kontrollierte. Am Bahnhof Genua Rivarolo geriet er in Streit mit zwei jungen Fahrgästen, von denen einer ein Messer zog und das Opfer zweimal traf . Glücklicherweise beeinträchtigten die Verletzungen keine lebenswichtigen Organe und der Zugbegleiter wurde unter Alarmstufe Rot in das Villa-Scassi-Krankenhaus in Genua transportiert. Die Polizei stoppte umgehend die beiden Angreifer: einen 21-jährigen Ägypter und einen Minderjährigen. Die Carabinieri der Mobilfunkeinheit griffen unmittelbar nach der Alarmierung ein und brachten die Verdächtigen zur Befragung in die Kaserne.

Die Gewerkschaften Filt Cgil, Fit Cisl, Uiltrasporti, Ugl Ferrovieri, Fast Confsal und Orsa Trasporti haben betont, dass dies nur die letzte Episode in einer langen Reihe von Angriffen auf Bahnpersonal ist. Sie betonten auch das Fehlen angemessener Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit am Arbeitsplatz.

Institutionelle Reaktionen und die Zukunft der Sicherheit

Der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini drückte seine Solidarität mit den am Streik beteiligten Arbeitern aus und betonte das ständige Engagement der Regierung im Kampf gegen Kriminalität und illegale Einwanderung. Allerdings rief die Streikgarantiekommission dazu auf, über eine Verkürzung der Enthaltungsdauer nachzudenken und appellierte damit an das Verantwortungsbewusstsein der Gewerkschaften. Die Gewerkschaften antworteten mit einer Ablehnung dieses Antrags und erklärten, dass eine Reduzierung der Mobilisierung unverantwortlich sei. Sie betonten die Notwendigkeit, die Aufmerksamkeit auf diese gewalttätigen Episoden zu richten, die im aktuellen Kontext nicht als „symbolisch“ angesehen werden können. In einem Klima wachsender Besorgnis über die Sicherheit im öffentlichen Verkehr unterstreicht dieser Streik die dringende Notwendigkeit wirksamer Maßnahmen zum Schutz des Bahnpersonals und zur Gewährleistung sichererer Reisender. Das Thema Sicherheit bleibt im Mittelpunkt der öffentlichen und politischen Debatte, da ein Gleichgewicht zwischen Arbeitnehmerrechten und betrieblichen Anforderungen angestrebt wird.

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