##Aussagen von Licia Ronzulli zur Cyber-Ermittlung
„Ich habe noch nie ein Dossier angefordert“. Dies erklärte die Vizepräsidentin des Senats, Licia Ronzulli von Forza Italia, nach einem Interview in Mailand als Person, die über die Fakten im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum mutmaßlichen Netzwerk von Cyberspionen informiert war. Die Untersuchung wird von der DDA von Mailand und von DNA durchgeführt.
Die Affäre und die Vorwürfe
Ronzulli beschrieb die Situation, die sich aus der Untersuchung ergab, als „unaussprechliches Ungeziefer“**. Er betonte die Notwendigkeit, „gesetzlich etwas zu unternehmen“, um dieses Problem anzugehen.
Nach einer Stunde Aussage erklärte der Senator:
„Ich habe die Staatsanwälte sofort gebeten, mir zuzuhören, und ich danke ihnen, dass sie dies so schnell wie möglich getan haben.“
Er fügte außerdem hinzu, dass die Staatsanwaltschaft bereits anerkannt habe, dass sie „niemals ein Dossier von Enrico Pazzali angefordert“ habe. Ronzulli bestand darauf, dass die in den Medien verbreiteten „phantasievollen Rekonstruktionen“ völlig falsch seien. Er stellte klar, dass er Pazzali im Gegensatz zu dem, was eine Telefonabhörung vermuten ließ, niemals die Aufgabe übertragen hatte, einen Fachmann zu kontrollieren.
Klarstellungen und rechtliche Perspektiven
Ronzulli fuhr fort, indem er sagte:
„Heute Morgen habe ich den Sachverhalt geschildert und klar dargelegt, dass ich Pazzali nie mit Kontrollen beauftragt habe.“
Darüber hinaus wurde hervorgehoben, dass Kontrollen, die bei dieser Fachkraft durchgeführt würden, in völliger Autonomie durch andere und ohne ihr Eingreifen erfolgten. Sie äußerte Bedenken hinsichtlich möglicher Gründe, sie im Zusammenhang mit ihrer Kandidatur für den Vorstand von Fiera zu diskreditieren.
Der Senator fügte hinzu:
„Jeder, der mich in den letzten Tagen als Spion oder Klienten von Pazzali bezeichnet hat, wird vor Gericht zur Verantwortung gezogen.“
Auf die Frage, ob sie beabsichtige, Pazzali anzuzeigen, antwortete Ronzulli: „Der Prozess muss seinen Lauf nehmen.“ Sie gab außerdem an, dass sie erst über die Medien von der Ermittlungsbehörde erfahren habe.
Bekanntschaft mit Pazzali
Ronzulli bestätigte, dass er Pazzali aus der Zeit kannte, als er CEO von Fiera Spa war, und seinen Namen ihm gegenüber nie erwähnte. Abschließend erklärte er, dass ihm der Lebenslauf des betroffenen Berufstätigen nicht bekannt sei und hofft, dass die Ermittler die Angelegenheit gemeinsam mit Pazzali weiter untersuchen werden.