Haushaltsgesetz 2023: Katastrophale Risiken für Bau und Wachstum

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  • 04 November 2024
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Bedenken hinsichtlich des Haushaltsgesetzes 2023

ANCE äußert starke Besorgnis über die negativen Auswirkungen, die das Haushaltsgesetz auf den Bausektor und damit auf das italienische Wachstum haben könnte. Die Präsidentin von ANCE, Federica Brancaccio, erklärte in der Anhörung:

„Ein Baustopp bedeutet einen Stopp des Landes.“

Anlagerisiken

Eine der Hauptsorgen betrifft das Fehlen einer Verlängerung bis 2025 der Maßnahmen gegen die hohen Materialkosten für öffentliche Arbeiten. Nach Schätzungen von ANCE sind im Jahr 2025 über 10 Milliarden Euro an Investitionen gefährdet. Brancaccio warnte vor dem möglichen „Baublock“, einer Situation, die die Regierung in ihren Prognosen nicht berücksichtigt hat:

„Es besteht die Gefahr, dass das für 2025 erwartete Wachstum zunichte gemacht wird und die Pnrr-Raten gekürzt werden.“

Wirtschaftslage und Wohlfahrt

Der Generalsekretär von Confcommercio, Luigi Taranto, betonte, dass sich die wirtschaftliche Lage verlangsamt. Für Ende 2024 wird ein BIP-Wachstum von nicht mehr als 0,8 % prognostiziert, wobei die Risiken tendenziell nach unten tendieren. Er bemerkte auch Folgendes:

„Die Abschwächung der Wachstumsaussichten macht es schwieriger, die für 2026 gesetzten Ziele der öffentlichen Finanzen zu erreichen.“ Andererseits erklärte die Sprecherin des Forums des Dritten Sektors, Vanessa Pallucchi, dass die Wohlfahrt weiter abnimmt. Es wurden Themen hervorgehoben wie:

  • Zunahme von Armut und Ungleichheiten.
  • Unzulänglichkeit der öffentlichen Gesundheit.
  • Jugendliches Unbehagen. Pallucchi forderte die Beibehaltung der Mehrwertsteuerausschlussregelung, um die Nachhaltigkeit sozialer Aktivitäten zu gewährleisten.

Diskriminierung und Entwicklungshilfe

Die italienische Caritas äußerte Bedenken hinsichtlich der Diskriminierung der ausländischen Bevölkerung im Haushaltsgesetz. Die Vertreterin Nunzia De Capite hob zwei kritische Punkte hervor:

  1. Änderungen der Steuerabzüge für unterhaltsberechtigte Kinder.
  2. Ausschluss von Personen mit internationalem Schutzstatus vom Neugeburtenbonus. Darüber hinaus wurde eine Kürzung der öffentlichen Entwicklungshilfe um rund 32 Millionen Euro gemeldet. Die Caritas bekräftigte, wie wichtig es sei, dass Italien seine Verpflichtung respektiere, 0,7 % des Bruttonationaleinkommens für solche Hilfe bereitzustellen, und zwar mit einem speziellen Fonds. Die Situation erfordert eine sorgfältige Bewertung durch die Institutionen, damit angemessene Maßnahmen ergriffen werden können, um das Wachstum und das Wohlergehen der Bevölkerung zu gewährleisten.

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