Regierung in Gefahr: Das italienische Gesundheitswesen könnte zusammenbrechen

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  • 04 November 2024
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Kritik am Wirtschaftsmanöver der Regierung

Knappige Mittel und das Fehlen entscheidender Interventionen gefährden den nationalen Gesundheitsdienst. Während einer Anhörung vor den Haushaltsausschüssen des Repräsentantenhauses und des Senats äußerte der Präsident der Gimbe Foundation, Nino Cartabellotta, entschiedenen Widerstand gegen die aktuelle Maßnahme.

„Ohne ausreichende Ressourcen und mutige Systemreformen werden wir uns endgültig von Universalismus, Gleichheit und Fairness verabschieden, den Grundprinzipien des nationalen Gesundheitsdienstes“, erklärt Cartabellotta.

Unzureichende Ressourcen für die Zukunft

Nach Angaben der Gimbe Foundation reichen die verfügbaren Mittel weitgehend nicht aus, um auch nur die von der Regierung bereits vorgesehenen Maßnahmen abzudecken. Schätzungen zufolge fehlen bis 2030 19 Milliarden Euro, um eine angemessene Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Cartabellotta betont, dass die Erhöhung um 2,5 Milliarden Euro für 2025 den Nationalen Gesundheitsfonds auf 136,5 Milliarden Euro bringen wird, was jedoch nur eine Steigerung von *1 % * im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Noch besorgniserregender ist die Situation, wenn wir die Gesundheitsausgaben im Verhältnis zum BIP betrachten: Der Anteil der Gesundheitsausgaben wird von 6,12 % im Jahr 2024 auf 6,05 % im Jahr 2025 und 2026 sinken, bis er im Jahr 2020 5,7 % erreicht 2029.

„Die schrittweise Erhöhung des absoluten Wertes des Nationalen Gesundheitsfonds ist in Wirklichkeit eine bloße Illusion“, betont Cartabellotta.

Konsequenzen aktueller Entscheidungen

Die im Haushaltsplan für den Zeitraum 2025-2030 vorgesehenen Maßnahmen haben eine geschätzte Gesamtwirkung von über 29 Milliarden Euro, die dafür vorgesehenen Mittel belaufen sich auf rund 10,2 Milliarden Euro. Dieses Ungleichgewicht wird selbst die tugendhaftesten Regionen dazu zwingen, „Dienstleistungen zu kürzen und/oder regionale Steuern zu erhöhen“. Darüber hinaus weist die Gimbe Foundation darauf hin, dass im Text entscheidende Maßnahmen fehlen, um die Stabilität des Gesundheitswesens zu gewährleisten:

  • Ein außergewöhnlicher Plan für die Einstellung von Ärzten und Krankenschwestern.
  • Die Abschaffung der Ausgabenobergrenze für Personal.
  • Ressourcen zur Reduzierung oder Abschaffung der Amortisation medizinischer Geräte und zur Bewältigung direkter Arzneimittelausgabenüberschreitungen. Die Zukunft des italienischen Gesundheitssystems wird daher von mutigen Entscheidungen und der Verfügbarkeit angemessener Ressourcen abhängen.

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