Besuch von König Felipe VI. in den überschwemmten Gebieten
Proteste in Paiporta
König Felipe VI. wurde während seines Besuchs in von Überschwemmungen betroffenen Gebieten herausgefordert, insbesondere in Paiporta, einer schwer beschädigten Stadt in der Nähe von Valencia. In einem Klima der Spannung wurden er und Königin Letizia zusammen mit Premierminister Sanchez und dem Präsidenten der Region Mazon von einer aufgebrachten Menge mit Schlamm beworfen. Viele riefen „Mörder“, wie die im spanischen Fernsehen ausgestrahlten Bilder belegen.
Nach den Unruhen in Paiporta wurde der Besuch der nachfolgenden Chiva-Zentren auf Anraten der Behörden verschoben. Ursprünglich wollten die Royals das Programm fortsetzen, doch Proteste erzwangen die Änderung.
Die Reaktion der Regierung
Während des Vorfalls wurde Sanchez von einem von der Menge geworfenen Gegenstand getroffen. Moncloa bestätigte, dass der Präsident und sein Gefolge in gutem Zustand sind. Sie gaben an, dass die Prozession während der Fahrt nach Paiporta Beleidigungen und Angriffen ausgesetzt war. Als Reaktion darauf aktivierte die Eskorte des Präsidenten das Sicherheitsprotokoll.
Trotz der Schwierigkeiten interagierte König Felipe mit einigen Freiwilligen, den sogenannten „Schlammengeln“, und umarmte zwei junge Leute, die bei den Aufräumarbeiten halfen.
Die Zahl der Todesopfer
Die Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmung ist auf tragische Weise auf 217 gestiegen, wobei die meisten Todesfälle in der Provinz Valencia zu verzeichnen sind. Der Minister für Territorialpolitik bestätigte, dass allein in dieser Region 213 Menschen ihr Leben verloren haben.
Die Suche wird mit Unterstützung von 7.500 Armeeangehörigen und Polizeibeamten fortgesetzt, um die Vermissten ausfindig zu machen. Einer der kritischsten Bereiche bleibt der Parkplatz des Bonaire-Einkaufszentrums, wo befürchtet wird, dass Opfer in den untergetauchten Autos eingeschlossen sind.
Gesundheitsrisiken
Das Gesundheitsministerium der Region Valencia hat eine Warnung zur Lebensmittel- und Wassersicherheit herausgegeben:
„Seien Sie vorsichtig mit dem Wasser, das Sie trinken, und den Lebensmitteln, die Sie essen, denn diese könnten kontaminiert sein.“
In diesen kritischen Situationen können Infektionen im Zusammenhang mit der Aufnahme von kontaminiertem Wasser oder Nahrungsmitteln zunehmen. Insbesondere bei schutzbedürftigen Menschen wie älteren Menschen und Kindern ist Vorsicht geboten.
Die Situation entwickelt sich weiter, und die Behörden sind entschlossen, die Hilfe für die betroffene Bevölkerung sicherzustellen und die notwendige Infrastruktur wiederherzustellen.