Maia Sandu bestätigt: Moldawien entscheidet sich für immer für Europa

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  • 03 November 2024
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Maia Sandu erneut als Präsidentin von Moldawien bestätigt

Ein weiterer Schritt in Richtung europäischer Integration für Moldawien: Die EU-freundliche Präsidentin Maia Sandu gewann dank über 54 % der Stimmen in der Stichwahl ein zweites Mandat. Sein Kontrahent, der von den prorussischen Sozialisten unterstützte ehemalige Staatsanwalt Alexandr Stoianoglo, blieb bei 45 % stehen. Dieses Ergebnis gilt als entscheidend für die politische Zukunft des Landes.

Der Sieg von Sandu

Das Ergebnis wurde nach einem unsicheren Start erzielt, wobei Stoianoglo in den ersten Teildaten von der Spitze startete. Entscheidende Unterstützung kam jedoch aus der Hauptstadt Chisinau und der traditionell westlich-freundlichen moldawischen Diaspora. Die Umfragen zerstreuten somit die Ängste vor einer Rückkehr Moldawiens unter russischen Einfluss und bestätigten die Entscheidung für den Beitritt zur Europäischen Union, die auch im jüngsten Referendum unterstützt wurde und knapp mit 50,46 % gewonnen wurde.

„Die Demokratie hat über alle Einmischungen gesiegt“, erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron nach Sandus Sieg.

Kampagne und Kontroversen

In den zwei Wochen vor der Stichwahl intensivierten die Kandidaten ihre Kampagnen sowohl in den sozialen Medien als auch in den Dörfern. Dies war unerlässlich, um dem von den Behörden angeprangerten massiven Stimmenkauf entgegenzuwirken. Vor der Abstimmung meldete die Polizei Desinformationsaktionen mit gefälschten E-Mails und Morddrohungen:

„Ein bösartiger Angriff“, der darauf abzielt, „Panik und Angst zu säen“, sagte Premierministerin Dorin Recean. Trotz dieser Schwierigkeiten war die Wahlbeteiligung höher als im ersten Wahlgang. Darüber hinaus haben Strafverfolgungsbehörden eine Untersuchung wegen mutmaßlicher „organisierter Transporte“ aus Russland eingeleitet, um im Ausland lebende Moldauer zum Wählen in Ländern wie Weißrussland, Aserbaidschan und der Türkei zu ermutigen.

Politische Polarisierung

Der Wahlkampf hat die extreme politische Polarisierung des Landes deutlich gemacht: Auf der einen Seite stehen die städtischen Gebiete und die Diaspora, die sich für die europäische Integration einsetzen; auf der anderen Seite ländliche Regionen und Provinzen wie Transnistrien und Gagausien, die sich an Russland orientieren. Bei diesem Wahlkampf erwies sich die Stimme der Auswanderer als entscheidend für die Stärkung des europäischen Weges Moldawiens.

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