Verhaftung von Netanyahus Sprecher
Eine schwere Krise hat das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu getroffen. Eliezer Feldstein, sein Sprecher, wurde vom Shin Bet wegen der Weitergabe geheimer Informationen verhaftet und verhört. Diese Informationen wurden an zwei europäische Medien, Bild und Jewish Chronicle, verteilt, mit dem Ziel, Netanyahu vor Kritik zu schützen, während die Waffenstillstandsgespräche in Gaza ins Stocken geraten.
Untersuchungsdetails
Zunächst wurden vier Personen festgenommen, darunter Feldstein; einer davon wurde bereits veröffentlicht. Der Name des Hauptverdächtigen wurde nach der Aufhebung einer einstweiligen Verfügung durch das Gericht Rishon LeZion veröffentlicht. Der Richter sagte: „Möglicherweise wurde die Fähigkeit der Sicherheitsbehörden, das Ziel der Geiselbefreiung zu erreichen, beeinträchtigt.“**
Die Untersuchung begann mit einem „erheblichen Verdacht im Shin Bet und der IDF“**, der durch Presseberichte bestätigt wurde, die auf die illegale Verbreitung vertraulicher und sensibler Informationen hindeuteten. Die Richter betonten die ernsthafte Gefahr für die nationale Sicherheit und für Geheimdienstquellen.
Die Medienreaktion
Die durchgesickerten Dokumente waren Anlass für einen Artikel im Jewish Chronicle, der später diskreditiert und zurückgezogen wurde. Dies deutete darauf hin, dass die Hamas geplant hatte, die Geiseln über Ägypten aus Gaza zu schmuggeln. In einem anderen Bild-Artikel wurde behauptet, dass die Hamas die Gespräche als psychologische Strategie gegen Israel verlängerte.
Diese Artikel schienen Netanjahus Forderungen während der Verhandlungen zu unterstützen und ihn von der Verantwortung für ihr Scheitern zu entbinden. Sie wurden veröffentlicht, als der Premierminister eine dauerhafte israelische Kontrolle über den Philadelphia-Korridor forderte, eine Forderung, die er erstmals im Sommer stellte.
Politische Konsequenzen
Das Leck verursachte einen Skandal beim Jewish Chronicle und führte aus Protest zum Rücktritt prominenter Kolumnisten. Auch die Bild verteidigte ihren Artikel mit der Behauptung, dass er „die Methoden der Hamas, psychologischen Druck auszuüben, aufdeckte“.
Als Reaktion auf diese Enthüllungen bestritt Netanjahu zunächst jegliches Fehlverhalten und reduzierte die Angelegenheit auf einen bloßen Medienvorfall. Die Situation entwickelt sich jedoch weiter und hat möglicherweise Auswirkungen auf die nationale Sicherheit und Innenpolitik Israels.