Vermietung in Bologna: der Fall des 8 Quadratmeter großen Studio-Apartments
Nach der Nachricht, dass im historischen Zentrum von Bologna ein Studio-Apartment von nur acht Quadratmetern für 600 Euro pro Monat vermietet wurde, reagierte die lokale Politik entschieden. Der Berufsverband der Immobilienmakler hat sich von ähnlichen Praktiken distanziert und seine Mitglieder aufgefordert, solche Immobilien abzulehnen.
„Angesichts solcher Situationen ist es unser Ziel, die Würde der Menschen zu schützen und spekulativen Praktiken entgegenzuwirken, die die Komplexität des Wohnungsmarktes ausnutzen“, erklärte die stellvertretende Bürgermeisterin von Bologna, Emily Clancy.
Vorschriften und Wohnraumanforderungen
Laut Clancy können acht Quadratmeter nicht als bewohnbar angesehen werden:
„Nicht einmal als Einzelzimmer, das mindestens 9 Quadratmeter groß sein sollte.“
Der Appell an die Bürger ist klar: Melde und melde ähnliche Fälle, um angemessene Kontrollen einzurichten. „Genug der Spekulationen über die Haut derjenigen, die unter der Immobilienkrise leiden“, fügte er hinzu.
Die Position der Regierung
Auch der stellvertretende Ministerpräsident und Infrastrukturminister Matteo Salvini äußerte sich in den sozialen Medien zu dem Fall. Er hob die Ergebnisse des Save-Home-Dekrets hervor, das die Bürokratie reduzierte und Platz für kleinere Wohnungen schaffte. Er warnte jedoch:
„Achtung: Es gibt strenge Kriterien (angefangen bei Belüftung und Beleuchtung), um sie bewohnbar zu machen! Situationen, wie sie in den letzten Tagen aus den Nachrichten hervorgingen, sind illegal und grenzen an Unmenschlichkeit.“
Salvini versprach, dass jeder, der unter Verstoß gegen die Regeln versucht, Mikroräume anzumieten, hart bestraft wird.
Die Bedeutung von Professionalität
Fiaip, der italienische Verband professioneller Immobilienmakler in Bologna, vertreten durch den Präsidenten Massimiliano Bonini, betonte die Bedeutung eines Ethikkodex.
„Unser Engagement zielt darauf ab, Immobilienmaklern einen zunehmend professionellen und korrekten Umgang mit Kunden zu garantieren. Transparenz muss auch dazu führen, dass die Arbeit an ‚unbrauchbaren‘ Immobilien abgelehnt wird“, so Bonini.
Darüber hinaus bekräftigte er, dass die Rolle der Immobilienbetreiber nicht nur für die Erleichterung von Transaktionen, sondern auch für den Beitrag zu einem gerechteren und nachhaltigeren Markt von entscheidender Bedeutung sei. Vermeiden wir spekulative Transaktionen, die die Schwierigkeiten der Verbraucher, die bereits von der Wohnungsnot betroffen sind, noch verschärfen.