Die Luftverschmutzung in Lahore, der zweitgrößten Stadt Pakistans, hat ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht und übersteigt den von der Weltgesundheitsorganisation als sicher geltenden Grenzwert um mehr als das 80-fache. Zuletzt erreichte der Luftqualitätsindex den extrem hohen Wert von 1.067, bevor er in den frühen Morgenstunden auf rund 300 sank. Laut internationalen Rankings weist bereits ein Wert über 180 auf eine „schlechte“ Luftqualität hin.
Die Situation ist nicht nur auf Lahore beschränkt; Andere Städte in der Region haben ähnliche Probleme. Kalkutta, Indien, belegte im Luftqualitätsindex mit einem Wert von 366 den zweiten Platz. Es folgten Neu-Delhi auf dem dritten Platz und Mumbai auf dem vierten Platz mit 229 bzw. 177 Punkten. Wuhan, China, steht mit einem Index von 177 ebenfalls auf der Liste.
Diese Daten verdeutlichen die Schwere der Luftverschmutzung in großen städtischen Gebieten des asiatischen Subkontinents, wo sich Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität im Vergleich zum Ausmaß des Problems oft als unzureichend erweisen. Die Hauptursachen für diese Verschmutzung sind vielfältig und umfassen die Emission von Industrieabgasen, Kraftfahrzeugen und landwirtschaftlichen Praktiken wie der Verbrennung von Feldfrüchten.
Die öffentliche Gesundheit ist in solchen Situationen besonders gefährdet: Eine längere Exposition gegenüber solch hoher Luftverschmutzung kann schwerwiegende Folgen für die menschliche Gesundheit haben, einschließlich Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Lokale und nationale Regierungen sind daher aufgefordert, dringend Maßnahmen zur Bewältigung dieser Krise zu ergreifen.
Als Reaktion auf den Umweltnotstand schlagen mehrere Experten die Umsetzung strengerer Richtlinien in Bezug auf Industrieemissionen und die Förderung eines nachhaltigen öffentlichen Verkehrs vor. Es ist wichtig, sich den Bemühungen der Gemeinschaft anzuschließen, das öffentliche Bewusstsein für die mit der Luftverschmutzung verbundenen Risiken und die Notwendigkeit konkreter Maßnahmen zu schärfen.
Die aktuelle Situation erfordert ein gemeinsames Engagement von Bürgern und Institutionen, um die Luftqualität deutlich zu verbessern und eine gesündere Umwelt für künftige Generationen zu gewährleisten. Nur durch aktive Zusammenarbeit wird es möglich sein, dieses zunehmend kritische Problem in überfüllten städtischen Gebieten wirksam anzugehen.