Ein Streit zwischen Jugendlichen führte zu einer tragischen Gewaltepisode. Alles begann aus einem trivialen Grund, etwa einem schmutzigen Schuh, der durch einen Tritt auf den Fuß verursacht wurde. Ein Wortwechsel eskalierte zu einem Angriff, der in einer Schießerei gipfelte. Im neapolitanischen Raum können selbst scheinbar unbedeutende Situationen tödliche Folgen haben. In San Sebastiano Vesuvio, etwas außerhalb von Neapel, verlor Santo Romano, ein gerade einmal 19-jähriger Junge mit dem Traum, Fußballer zu werden, sein Leben. Er war der Torwart der Micri-Mannschaft, die an der Eccellenza-Meisterschaft teilnimmt. Ein weiterer junger Mann aus seinem Team wurde verletzt.
Der Fußballverein drückte in den sozialen Medien sein Beileid aus und bezeichnete die Situation als einen Albtraum, der alle betroffen habe. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf einen Minderjährigen, der vermutlich an dem Vorfall beteiligt war; Den Rekonstruktionen zufolge könnte der 17-Jährige nach der Schießerei auf der Piazza Raffaele Capasso auf der Flucht in einem Kleinwagen gesehen worden sein. Um die Einzelheiten des Vorfalls zu klären, haben die Behörden Bilder von Überwachungskameras in der Umgebung erfasst.
Bürgermeister Giuseppe Panico versicherte, dass die Polizei in der Gegend patrouilliere und betonte, dass solche Vorfälle überall passieren könnten. Der Platz, auf dem die Schlägerei stattfand, wird von einheimischen Jugendlichen frequentiert. Um die Situation anzugehen, wird morgen eine Sitzung in der Gemeinde stattfinden, um die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu besprechen.
Aus den ersten Ermittlungen geht hervor, dass Santo Romano möglicherweise nicht direkt in den Streit verwickelt war, der der Schießerei vorausging, wie einige gesammelte Zeugenaussagen bestätigen. Anwohner in der Gegend berichten von wachsenden Sicherheitsbedenken und steigender Jugendkriminalität. Kürzlich wurde auch ein 15-jähriger Junge im Zentrum von Neapel beim Fahren eines Rollers getötet.
Andere junge Menschen haben in den letzten Monaten in ähnlichen Situationen ihr Leben verloren; darunter Giovanbattista Giogiò Cutolo und Francesco Pio Maimone. Letzterer wurde von einer Kugel getroffen, die während eines Streits, der aus einem einfachen Tritt resultierte, explodierte.
Der Erzbischof von Neapel, Don Mimmo Battaglia, äußerte sich traurig zu dem Vorfall und betonte die Dringlichkeit der Entwaffnung der Gebiete und der Förderung des Friedens unter jungen Menschen. Er forderte alle auf, der Gewalt nicht nachzugeben und nach friedlichen Lösungen zur Bewältigung dieser wachsenden Tragödien zu suchen.