Valencia in der Krise Über 200 Opfer nach katastrophaler Überschwemmung

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  • 01 November 2024
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Drei Tage nach der verheerenden Überschwemmung durch Dana werden in Valencia weiterhin Suchaktionen durchgeführt, um alle Überlebenden zu bergen. Die Zahl der Opfer liegt bei über 200 und die Situation bleibt kritisch: Rund 366.000 Menschen haben keinen Zugang zu Trinkwasser und 50.000 Menschen haben keinen Strom. Es gibt weiterhin Kontroversen über die Verzögerung bei der Veröffentlichung der Warnung. Feuerwehrleute fanden Opfer, die in 30 bis 40 Fahrzeugen in einem Tunnel eingeschlossen waren. Aufgrund der Tragödie wurde der MotoGP Grand Prix, der vom 15. bis 17. November in Valencia stattfinden sollte, abgesagt.

Die staatliche Wetterbehörde hat bis 15 Uhr eine rote Warnung vor starkem Regen in den Küstengebieten von Huelva und in den Gebieten Arévalo und Condado herausgegeben. Der Notdienst 112 hat die Menschen aufgefordert, Reisen in die Region zu vermeiden, und warnt vor äußerster Vorsicht Huelva. Der Wassermangel aufgrund der durch die Überschwemmung verursachten Rohrbrüche verhinderte in einigen Gemeinden die Reinigung des getrockneten Schlamms.

Derzeit sind über 1.200 Soldaten im Einsatz, weitere 500 werden hinzukommen, um Rettungseinsätze in der Region zu unterstützen. Im Vordergrund steht die Versorgung der betroffenen Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern wie Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten.

Unter den Opfern ist auch José Castillejo Belinchón, ein 28-jähriger ehemaliger Fußballspieler, der ursprünglich aus Valencia stammt. Der örtliche Verein drückte sein Beileid zu seinem Tod aus. Der Verteidigungsminister erklärte im nationalen Fernsehen, dass viele Menschen noch in den unteren Etagen von Häusern oder in Garagen leben könnten, während über gestapelte Fahrzeuge berichtet wurde, in denen sich weitere Opfer befinden könnten.

Unter denen, die bei der Flut ihr Leben verloren, sind keine italienischen Staatsbürger; Die italienische Botschaft in Spanien hat eine Task Force eingesetzt, um etwaige Notfälle oder Meldungen besorgter Familien zu bearbeiten.

Inmitten der Verwüstung bereiten einige Migranten auf den Straßen von Picanya, einem der am stärksten von der Flut betroffenen Orte, Lebensmittel für Menschen in Not zu. Diese aus verschiedenen Ländern wie Afghanistan und Syrien stammenden Migranten beschlossen, die Lebensmittel aus dem überfluteten Hotel, in dem sie lebten, zu verwenden, um diejenigen zu ernähren, die alles verloren hatten.

Über achtzig Kilometer Straßen wurden beschädigt und der Verkehrsminister hat mitgeteilt, dass die Wiederherstellung der Autobahn A7 etwa zehn Tage dauern wird. Was den Schienenverkehr betrifft, so wird die Hochgeschwindigkeitsstrecke Madrid-Valencia in zwei bis drei Wochen wiederhergestellt, der Wiederaufbau der zerstörten Regionalstrecken wird jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zur vollständigen Wiederherstellung der Straßeninfrastruktur konnten bisher keine Alternativpläne für Pendler erstellt werden.

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