Heute Morgen war die indische Hauptstadt von einer dicken Smogdecke umgeben, die auf die Diwali-Feierlichkeiten zurückzuführen war, bei denen trotz des von den Behörden verhängten Verbots zahlreiche Feuerwerkskörper angezündet wurden. In den letzten Tagen hat die Polizei in Delhi fast zwei Tonnen Feuerwerkskörper beschlagnahmt, viele waren jedoch noch in den Nachbarstaaten erhältlich. Um diese Situation zu bewältigen, wurden etwa dreitausend zusätzliche Beamte zur Überwachung der Straßen in der Stadt eingesetzt. Doch trotz verstärkter Durchsetzung erreichten die PM 2,5-Werte schnell über 350 Mikrogramm pro Kubikmeter. Damit ist Delhi die am stärksten verschmutzte Stadt der Welt, gefolgt vom etwa 400 Kilometer entfernten Lahore in Pakistan. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation liegen diese Werte um mehr als das Dreißigfache über den als sicher geltenden Werten.
Die Medien kritisieren zunehmend sowohl die Regierung der Hauptstadt als auch die Zentralbehörden für ihre Unfähigkeit, das jedes Jahr wiederkehrende Umweltproblem wirksam anzugehen. Darüber hinaus wird auch die Verantwortungslosigkeit der Bürger hervorgehoben, die durch die Feier von Diwali mit übermäßigem Einsatz von Feuerwerkskörpern eine ohnehin kritische Umweltsituation noch verschärfen. Das mangelnde Bewusstsein der Bevölkerung trägt zu einem zerstörerischen Kreislauf bei, der die öffentliche Gesundheit und die Umwelt gefährdet.
Die Behörden stehen nun vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, das Bewusstsein der Bürger für die Bedeutung der Luftqualität und der Umweltgesundheit zu schärfen. Es ist wichtig, wirksame Strategien zu entwickeln, die eine verantwortungsvolle Feier der Feiertage gewährleisten können, ohne die allgemeine Gesundheit zu gefährden. Die Durchführung von Informationskampagnen und die Förderung nachhaltiger Alternativen zu Feuerwerkskörpern könnten wichtige Schritte zur Verbesserung der Situation sein.
Luftverschmutzung stellt eine echte Bedrohung für das Wohlbefinden der Bewohner dar und erfordert eine gemeinsame Anstrengung der Behörden und der Gemeinde, um praktikable Lösungen zu finden. Nur durch aktive Zusammenarbeit wird es möglich sein, dieses seit langem bestehende Problem anzugehen und eine gesündere Zukunft für kommende Generationen zu gewährleisten.