Explosives Wachstum des Veganismus in Italien und seiner Trends

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  • 01 November 2024
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Veganer sind Menschen, die sich ausschließlich pflanzlich ernähren und auf jegliche Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte sowie Produkte wie Honig verzichten. Es gibt Variationen der pflanzlichen Ernährung: Lacto-Vegetarier greifen auf Milchprodukte zurück, während Lacto-Ovo-Vegetarier auch Eier zu sich nehmen. Die wachsende Beliebtheit dieser Lebensmittelauswahl hat dazu geführt, dass viele Menschen mehr Pflanzen in ihre Ernährung integrieren und einen „flexitarischen“ Lebensstil annehmen, der Vegetarismus bevorzugt, aber gelegentlich die Aufnahme tierischer Proteine ​​zulässt. Obwohl der Veganismus in Italien seit einigen Jahren an Aufmerksamkeit gewinnt, ist es interessant festzustellen, dass die Vegan Society 1944 gegründet wurde und dank der Aktivistin Louise Wallis seit 1994 jeden 1. November der Welt-Vegan-Tag gefeiert wird.

Laut einer Umfrage des DoveConviene Shopping Observatory stieg die Nachfrage nach reduzierten veganen Produkten in den letzten sechs Monaten des Jahres 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 249 %. 75 % der Italiener gaben an, dass sie vegane Lebensmittel in ihre Ernährung integrieren möchten, der Zugang zu Rabatten und Sonderangeboten bleibt jedoch ein Schlüsselfaktor: 80 % der Befragten kaufen diese Produkte hauptsächlich, wenn es Angebote gibt.

Das Interesse an einer veganen Ernährung erstreckt sich über die gesamte Halbinsel. Zu den Regionen, die diesen Trend am aktivsten verfolgen, gehören Sardinien (+800 %), Umbrien (+400 %), Venetien (+233 %), Basilikata (+200 %) und Trentino (+). 150 %). Die Gründe für diese Entscheidungen sind unterschiedlich: 70 % der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten möchten, indem sie die ökologischen Auswirkungen verringern und Tiere respektieren. 51 % sind durch das Streben nach persönlichem Wohlbefinden motiviert. Auch die Qualität der Produkte spielt eine wesentliche Rolle: 70 % der Italiener achten auf vegane Lebensmittel mit einem guten Nährwertprofil und 48 % bevorzugen solche ohne Schadstoffe.

Bei den Lieblingsprodukten gehören Hülsenfrüchte (65 %), Getreide (44 %) sowie pflanzliche Milch und Joghurts (35 %) zu den am häufigsten gewählten Produkten. Auch verzehrfertige pflanzliche Lebensmittel überzeugen durch ihre Convenience (28 %), ebenso wie Proteinersatzstoffe wie Seitan und Tofu (19 %).

Zu den aufkommenden Trends im gastronomischen Bereich gehören pflanzliche Ernährungsansätze und technologische Innovationen in der Landwirtschaft, die auf die Reduzierung von Treibhausgasemissionen abzielen. Restaurants beginnen, nachhaltige Praktiken wie die vertikale Landwirtschaft einzuführen, um frische Zutaten anzubauen. In diesem Zusammenhang werden sich viele Veranstaltungsorte in Rom und Mailand an besonderen Initiativen anlässlich des Welt-Vegan-Tages mit Menüs beteiligen, die der veganen Küche gewidmet sind. Die vegane Ernährung bietet vielfältige kulinarische Möglichkeiten durch unendliche Kombinationen von Zutaten, die schmackhafte und abwechslungsreiche Gerichte ermöglichen.

Veganismus beschränkt sich nicht nur auf die Ernährung; Es stellt auch eine ethische Verpflichtung gegenüber Tieren und der Umwelt dar. Die Geschichte des Veganismus reicht über zweitausend Jahre zurück. Philosophen wie Pythagoras und Siddhārtha Gautama forderten ein Leben ohne Tierquälerei. Im 20. Jahrhundert wurde die moderne Definition dank der Pioniere gefestigt, die eine Gemeinschaft gründeten, die sich der veganen Philosophie widmete. Heute entwickelt sich diese Vision weiter in Richtung der Emanzipation der Tiere von der menschlichen Ausbeutung durch nachhaltige Praktiken und pflanzliche Alternativen.

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