Die jüngsten Überschwemmungen, die Valencia und die umliegenden Gebiete heimgesucht haben, haben eine tragische Zahl von 158 Todesopfern gefordert. Die Suche nach vermissten Personen wird fortgesetzt, es liegen jedoch derzeit keine sicheren Daten über die Anzahl der vermissten Personen vor. Verkehrsminister Óscar Puente bestätigte, dass viele Menschen in im Schlamm eingeschlossenen Fahrzeugen ihr Leben verloren hätten. Verteidigungsministerin Margarita Robles äußerte ihre Besorgnis über die steigende Zahl der Todesopfer und betonte die Unsicherheit über die endgültige Zahl.
Heute Morgen wurde eine neue Wetterwarnung für die Region Valencia herausgegeben, die bereits von schweren Schäden betroffen ist. Die Wetterbehörde Aemet hat für die Provinz Castellón die höchste Alarmstufe ausgesprochen und weist auf anhaltende starke Stürme hin. Der Katastrophenschutz forderte die Bewohner auf, in höher gelegenen Gebieten zu bleiben und Reisen bei starkem Regen zu vermeiden.
Der in den betroffenen Gebieten anwesende spanische Premierminister Pedro Sanchez bedankte sich bei den Rettern, die an der Suche nach Überlebenden beteiligt waren, und warnte die Bürger vor dem Fortbestehen der widrigen Bedingungen. Er versicherte, dass die Regierung alle verfügbaren Ressourcen nutzen werde, um Hilfsmaßnahmen zu unterstützen.
König Felipe warnte auch vor der anhaltenden Notlage und lobte die Heldentaten der Bürger, die versuchen, Menschen in Schwierigkeiten zu helfen. Er betonte die Bedeutung der nationalen Solidarität und dankte internationalen Führungspersönlichkeiten für ihre Unterstützung.
Unterdessen kritisierte der Vorsitzende der Volkspartei, Alberto Núñez Feijóo, die Regierung für die mangelnde Kommunikation mit den lokalen Behörden vor der Katastrophe. Er betonte, dass es in Notsituationen wichtig sei, mit nationalen Institutionen zusammenzuarbeiten.
Über 120.000 Menschen wurden vertrieben und über tausend Soldaten der Army Emergency Unit wurden mobilisiert, um durch Trümmer blockierte Straßen zu räumen. Mehrere Menschen wurden durch Luft- und Bodeneinsätze gerettet. Einige Gemeinden wie Paiporta haben eine hohe Opferzahl verzeichnet.
In der Stadt Sedaví fordern die Bewohner aufgrund der zerstörten örtlichen Versorgung dringend Hilfe bei der Bergung der Leichen und bei der Beschaffung von Nahrungsmitteln. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Madrid und Valencia bleiben wegen erheblicher Schäden unterbrochen.
Der Gouverneur der valencianischen Gemeinschaft, Carlos Mazón, reagierte auf die Vorwürfe bezüglich der Bewältigung des Notfalls mit der Aussage, dass rechtzeitig Warnungen herausgegeben worden seien. Er kündigte außerdem einen 250-Millionen-Euro-Plan zur Unterstützung betroffener Gemeinden an.
Schließlich kam es in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten zu Festnahmen im Zusammenhang mit Plünderungen; Die Landespolizei beobachtet die Situation genau, um weitere Straftaten in dieser Krise zu verhindern.