Matilde träumte davon, an den Olympischen Spielen teilzunehmen und, wer weiß, eine Medaille zu gewinnen. Sie war eine Inspiration für junge Sportler, Champion, Freundin, Schwester und Freundin. In der Kirche San Lorenzo a Giaveno im Raum Turin versammelten sich viele Menschen, um sich von Matilde Lorenzi zu verabschieden, einer vielversprechenden italienischen Skifahrerin, die am 28. Oktober im Alter von nur 19 Jahren bei einem Trainingsunfall auf den Gletschern von Italien auf tragische Weise ums Leben kam Schnalstal in Südtirol. Bei der Trauerfeier waren viele junge Menschen in Sportanzügen und mit Armbinden mit dem Foto des Skifahrers und der Aufschrift „Hallo Matilde“ anwesend.
Bevor der Sarg ankam, machte sich die Großmutter mütterlicherseits, Rosina, mit einem stillen Schrei Gehör: „Der Herr hat uns ein Wunder genommen.“ Unter den Teilnehmern waren auch wichtige Persönlichkeiten wie die Sportministerin Andrea Abodi und die Unterstaatssekretärin der Verteidigung Isabella Rauti. Matilde war Mitglied des Heeressportzentrums, das auch Offiziere der Alpentruppen zur Zeremonie mitbrachte. Auf dem Sarg wurde eine von Matilde bei den Siegerehrungen getragene Alpenmütze und Wimpel der Sportverbände angebracht. Als der Sarg die Kirche betrat, ertönte eine Trompete, die militärische Stille erklang, eine Geste, die am Ende des Gottesdienstes unter der Leitung von Monsignore Alessandro Giraudo, Weihbischof von Turin, wiederholt wurde.
Seine engsten Familienangehörigen umarmten sich vor dem Sarg, der mit roten und weißen Blumen und einer Trikolore geschmückt war. Schwester Lucrezia, bekannt als „Titti“, betrat die Kirche mit einem der Skier, auf denen der Name Matilde stand. Nachdem er ihn in der Nähe des Altars zurückgelassen hatte, las er einen bewegenden Brief: „Seit Montag fehlt mir die Luft, aber ich weiß, dass du immer bei mir sein wirst.“ Anschließend ergriff Pater Adolfo das Wort und unterstrich die gemeinsame Verpflichtung, Matildes Andenken durch eine Initiative namens „Matildina4safety“ wachzuhalten, die auf die Entwicklung von Sicherheitssystemen für Skifahrer abzielt.
Auch ihre Mutter Elena wollte ihren Gefühlen Ausdruck verleihen: „Vor neunzehn Jahren bist du schnell angekommen und am Montag hast du beschlossen, genauso schnell zu gehen.“ Er dankte Matilde dafür, dass sie sie als Eltern ausgewählt hatte, und forderte die jungen Menschen auf, einander zu lieben, um die Liebe an andere weiterzugeben. Am Ende der Zeremonie, als der Sarg unter dem emotionalen Applaus der Anwesenden die Kirche verließ, umarmten sich die Athleten weinend, während der Leichenwagen zum Valgioie-Friedhof fuhr, wo die Familie Lorenzi lebte.