Überschwemmung in Spanien Lasst uns die Vermissten aus den Trümmern retten

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  • 31 October 2024
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Die Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen in Spanien steigt weiter an. Nach neuesten offiziellen Schätzungen wurden mindestens 158 Menschen als tot bestätigt, während die Zahl der Vermissten weiterhin ungewiss ist und nach Angaben der Behörden bei etwa „Dutzenden“ liegt. Die Situation ist vergleichbar mit denen der schwersten Tragödien in der jüngeren Geschichte des Landes, wie etwa dem Atocha-Anschlag im Jahr 2004, der 193 Todesopfer forderte. In vielen der überschwemmten Gebiete, insbesondere in Valencia und den umliegenden Provinzen, versetzt die Verwüstung die Bewohner in einen Zustand tiefer Angst und Verwirrung darüber, wie sie wieder anfangen sollen.

Premierminister Pedro Sánchez warnte, dass die Notsituation noch nicht gelöst sei und forderte die Bürger auf, aufmerksam zu sein: „Die Dana werden weitergehen, also müssen wir vorsichtig sein.“ Bei einem Besuch in L’Eliana, wo der Rettungseinsatz koordiniert wird, bat er darum, den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten. Während wir uns auf ein langes Feiertagswochenende vorbereiten, bleiben in mehreren Teilen des Landes die Wetterwarnungen aktiv.

Das am stärksten betroffene Gebiet bleibt das valencianische Hinterland, wo die Schäden groß sind. Die Züge werden für mindestens 15 Tage angehalten und viele Straßen sind unpassierbar. In Paiporta wurden 45 Todesfälle registriert, darunter sechs Bewohner eines Altersheims. Auch in Sedaví steigt die Zahl der Todesopfer weiter an, wo Retter noch immer die Trümmer durchsuchen. Viele Leichen werden in den Justizpalast in Valencia überführt, wo eine provisorische Leichenhalle eingerichtet wurde.

Die Suche nach den Vermissten ist unaufhörlich und umfasst über tausend Soldaten, die „von Haus zu Haus“ operieren. Sánchez versicherte, dass alle Mittel eingesetzt werden, um vermisste Personen zu finden. König Felipe VI. dankte den Rettern und lobte die Heldentaten der Bürger, die bei der Rettung geholfen haben. Der Papst drückte auch seine Solidarität mit der betroffenen Bevölkerung aus.

Inmitten des Schmerzes und der Verwüstung mangelt es leider nicht an Plünderungen: 39 Personen wurden wegen Diebstählen in Fachgeschäften festgenommen. Politische Kontroversen über die Bewältigung des Notfalls toben weiterhin, die Aufmerksamkeit bleibt jedoch auf die unmittelbare Notwendigkeit gerichtet, lebenswichtige Güter in den am stärksten betroffenen Gebieten zu gewährleisten.

Über 120.000 Menschen wurden bereits vertrieben und viele haben in Hotels in der Region Zuflucht gefunden. Die Armee arbeitet daran, den Verkehr auf über 119 durch Schlamm und Trümmer isolierten Straßen wiederherzustellen. Allerdings bleiben ganze Gemeinden weiterhin unter dem Schlamm begraben, während aus Sedaví dringende Hilferufe eintreffen, um Leichen zu bergen und die mittellosen Bewohner mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Auch für den Verkehr bleibt die Situation kritisch: Die Hochgeschwindigkeitsbahnverbindungen zwischen Madrid und Valencia sind ebenso eingestellt wie die Autobahnen im Mittelmeerkorridor.

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