Die Staatsanwaltschaft Rom hat eine Untersuchung wegen unerlaubten Zugriffs auf Computersysteme, Verletzung der Privatsphäre und unerlaubter Berufsausübung eingeleitet. Die Untersuchung betrifft eine Gruppe, die im Verdacht steht, Dossieraktivitäten und unregelmäßige Datenerhebungen begangen zu haben. Derzeit gibt es in dem Verfahren keine Verdächtigen und es läuft parallel zu einem anderen Verfahren, das in Mailand eingeleitet wurde und von der Nationalen Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft koordiniert wird. Berichten zufolge wurden die Ermittlungen in der Hauptstadt im vergangenen Frühjahr aufgenommen, wie die Website Today.it enthüllt. Die als „Squadra Fiore“ bekannte Gruppe sollte ebenfalls aus ehemaligen Angehörigen der Polizei bestehen und in einer Wohnung im nordöstlichen Viertel Roms operieren und auch mit ausländischen Kunden zusammenarbeiten.
Darüber hinaus steht auf der Tagesordnung des für 16 Uhr einberufenen Ministerrats ein Gesetzesdekret, das dringende Maßnahmen in Bezug auf das Justizsystem, das Justizpersonal, Führungspositionen und Ermittlungskompetenzen im Zusammenhang mit Cyberkriminalität einführt. Die Bestimmung wird vom Ratsvorsitz gemeinsam mit dem Justizministerium vorgelegt.