De Guindos warnt Die europäische Wirtschaft ist in unmittelbarer Gefahr

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  • 29 October 2024
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Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank, skizzierte die wirtschaftliche Lage im Euroraum und betonte, dass sich die erwarteten Risiken manifestieren, insbesondere aufgrund der ausbleibenden Erholung des Konsums. Im Hinblick auf die künftigen Entscheidungen der EZB wies de Guindos darauf hin, dass die Nachrichten zur Inflation positiv seien. Er wollte Italien beruhigen und sagte, dass die EZB allen Meinungen aufgeschlossen gegenüberstehe und reagierte damit auf die Kritik an der vorsichtigen Senkung der Zinssätze. Er betonte, wie wichtig es sei, angesichts der globalen Unsicherheit und der aktuellen geopolitischen Spannungen eine umsichtige und vorsichtige Haltung beizubehalten. De Guindos bekräftigte, dass die EZB die Zinsen bereits gesenkt habe und dass ihre Geldpolitik einen klaren Kurs verfolge, warnte jedoch vor der großen bestehenden Unsicherheit und betonte die Notwendigkeit, Fehler zu vermeiden.

In einem Interview mit ANSA ging der Vizepräsident auch auf den Beitrag der Banken zum Wirtschaftsmanöver ein. In Bezug auf Bankenfusionen erklärte er, dass die EZB in den kommenden Monaten ihre Meinung zur Aufsicht im Zusammenhang mit der möglichen Fusion zwischen Unicredit und Commerzbank äußern müsse. De Guindos argumentierte, dass ein europäischer Ansatz Vorrang vor nationalen haben sollte, um die Integration im Bankensektor zu fördern. Er erwähnte auch die Bedeutung der Ratifizierung des ESM-Vertrags und betonte, dass Italien derzeit das einzige Land sei, das ihn nicht unterzeichnet habe, was eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen für Bankenrettungen behindere.

Darüber hinaus signalisierte de Guindos Offenheit seitens der EZB hinsichtlich des Beitrags der Banken zum Wirtschaftsmanöver, indem er eine Verschiebung der Abzüge von latenten Steuern und eine Begrenzung der Verwendung von Ace-Verlusten und -Überschüssen bis 2025 vorschlug. Diese Maßnahmen fallen darunter in den Kompetenzen der europäischen Regierungen, die unterschiedliche Ansätze gegenüber dem Bankensystem gewählt haben. De Guindos warnte jedoch, dass solche Maßnahmen weder die Zahlungsfähigkeit der Banken gefährden noch die Kreditvergabe an die Realwirtschaft behindern dürften. Er äußerte die Hoffnung, dass die Zahlungsfähigkeit der Banken in der endgültigen Fassung der Maßnahme berücksichtigt wird, und betonte, wie ausgewogen ein früherer Vorschlag im Hinblick auf die Kompatibilität zwischen Steuereinnahmen und der Kapitalstärke der Banken sei.

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