Yamandu Orsi, Kandidat der linken Partei Frente Amplio bei den Präsidentschaftswahlen in Uruguay, bereitet sich darauf vor, im zweiten Wahlgang am 24. November gegen Alvaro Delgado von der Mitte-Rechts-Nationalpartei (PN) anzutreten. Die Nachricht wurde von allen großen Fernsehsendern des südamerikanischen Landes durch vier verschiedene Vorführungen bestätigt. Nach Angaben des Instituts Equipos Consultores erhielt Orsi im ersten Wahlgang 43,2 % der Stimmen, während Delgado 27 % erreichte. Auch das Meinungsumfrageinstitut Cifra meldet ähnliche Prozentsätze: 44 % für Orsi und 27 % für Delgado. Analysen der beiden anderen Meinungsforschungsinstitute in Uruguay, Opción und Factum, zeigen übereinstimmende Ergebnisse.
Bei diesem Wahlanlass fanden auch zwei Referenden statt: eines über die soziale Sicherheit und das andere über nächtliche Durchsuchungen durch die Polizei. Beide Referenden erhielten keine Zustimmung. Die Prognosen zur neuen Zusammensetzung des uruguayischen Parlaments weisen erhebliche Unterschiede auf. Einige Prognosen deuten auf eine mögliche Mehrheit der Frente Amplio im Senat hin, während andere auf ein Unentschieden hindeuten, das eine zweite Runde erfordern könnte, oder auf ein Vorherrschen der Mitte-Rechts-Koalition aus der PN, der Colorado-Partei und anderen kleineren Gruppen in der Kammer Abgeordnete.
Alle Forschungsinstitute sind sich jedoch einig, dass nur drei Parteien im Senat vertreten sein werden: die Frente Amplio, die Partido Nacional und die Colorado-Partei.