Die Bürger Roms und Touristen erlebten am Montag, den 28. Oktober, Unannehmlichkeiten aufgrund des Streiks im öffentlichen Nahverkehr, zu dem Usb Private Work und Orsa aufgerufen hatten. In der Stadt blieben alle U-Bahnlinien, nämlich A, B/B1, C und Termini-Centocelle, geschlossen. Darüber hinaus kam es zu Einschränkungen bei den Busreisen. Durch die geschützten Zeitfenster von 5.30 Uhr bis 8.29 Uhr und von 17.00 Uhr bis 19.59 Uhr konnte der Service gewährleistet werden.
Die regionalen Sekretariate von Usb Private Work und Orsa haben einen 24-Stunden-Stopp für Atac ausgerufen, der Busse, Oberleitungsbusse, U-Bahnen und Straßenbahnen in der Hauptstadt betraf. Während des Streiks war nur der Dienst aktiv, der die gesetzlich festgelegten Zeitfenster vorsah.
Die beiden Gewerkschaften erklärten, dass „es an der Zeit ist, sich zu den unhaltbaren Arbeitsbelastungen zu äußern“ und forderten mehr Sicherheit für das Personal, angemessene Gehaltspolitiken und Maßnahmen zur Gewährleistung der Gesundheit der Arbeitnehmer durch eine bessere Wartung des öffentlichen Verkehrs und der Betriebsstrukturen. Allerdings stellt dieser Streik nur eine Vorschau auf das dar, was am 8. November passieren wird. An diesem Tag riefen Filt Cgil, Fit Cisl, Uiltrasporti, Faisa Cisal und Ugl Fna zu einem 24-stündigen landesweiten Streik im öffentlichen Nahverkehr ohne Garantiebänder auf. Ziel ist es, die Verlängerung des vor zehn Monaten ausgelaufenen Vertrags zu beantragen.
Dieselben Gewerkschaften werden am 29. Oktober eine Pressekonferenz abhalten, um die Gründe für die Mobilisierung vom 8. November zu erläutern und Bedenken hinsichtlich des aktuellen Finanzpakets zum Ausdruck zu bringen. Eugenio Staenziale von Filt Cgil verwies auf die mangelnde Aufstockung des nationalen Fonds für den öffentlichen Nahverkehr im Rahmen der im Haushalt vorgesehenen Maßnahmen. Ihm zufolge zeigt die unzureichende Finanzierung dieses Fonds in einer kritischen Phase wie der Vertragsverlängerung den Wunsch der Regierung, den Bürgern keinen effektiven Service zu garantieren.
Selbst Branchenverbände wie Agens, Anav und Asstra sind der Ansicht, dass die im Haushalt vorgesehenen Mittel im Vergleich zum tatsächlichen Bedarf des öffentlichen Nahverkehrs nicht ausreichen. Sie weisen darauf hin, dass die Zuweisung des Nationalen Verkehrsfonds in den letzten Jahren aufgrund der hohen Inflation einen echten Rückgang erlitten habe. Sie fordern daher eine deutliche Erhöhung der Mittel für den öffentlichen Nahverkehr im Rahmen der parlamentarischen Verabschiedung der Finanzmaßnahme.