Triest hat sein Image einer Randstadt in Italien und Europa aufgegeben und positioniert sich nun im Zentrum eines Europas, das gemeinsame Werte wie Wurzeln, Freiheit, Demokratie, Arbeit und Chancen teilt. Dank seiner strategischen geografischen Lage hat Triest die Möglichkeit, sich als relevante Logistikplattform für die Adria und das Mittelmeer zu etablieren.
Diese Überlegungen kamen in der Botschaft von Premierministerin Giorgia Meloni anlässlich des 70. Jahrestages der Rückkehr der Stadt zu Italien während der Zeremonie zum Hissen der Flagge auf der Piazza Unità d’Italia zum Ausdruck. Meloni betonte die beträchtlichen Wachstumschancen für Triest, die sich aus der Entwicklung des Wirtschaftskorridors Indien-Naher Osten-Europa ergeben könnten. Dieses Projekt wurde als „grundlegend strategisch“ definiert und unterstreicht das Engagement Italiens, zu seiner Umsetzung innerhalb der G20 beizutragen.
Der Premierminister beschrieb Triest als eine Stadt, die sowohl die authentischste italienische als auch die mitteleuropäische Identität verkörpert. Er sprach von der Stadt als einer natürlichen Brücke zwischen der lateinischen Kultur und den Traditionen benachbarter slawischer und germanischer Völker. Meloni vermutete eine Schlüsselrolle für Triest auch in den Beziehungen zum Westbalkan, einer historisch bedeutsamen Region für Italien. Er betonte die Bedeutung dessen, was jenseits der Adria passiert, und die Verantwortung, die unser Land gegenüber diesem Gebiet trägt, und betonte, dass es nicht von der europäischen Gemeinschaft ausgeschlossen bleiben dürfe.
In diesem Zusammenhang kündigte Meloni an, dass „Italien sich weiterhin dafür einsetzen wird, dass der Prozess der Integration des Westbalkans in die Europäische Union entschlossen fortgesetzt wird“. Darüber hinaus könnte Triest dank seiner Unternehmen und seiner Produktionsstruktur eine entscheidende Rolle bei der Förderung der geopolitischen Ausrichtung Italiens auf den weiteren Mittelmeerraum und Afrika spielen. Dieses Engagement ist Teil des Mattei-Plans, eines positiven und gleichberechtigten Ansatzes gegenüber den afrikanischen Völkern.
Während der Feier zum Hissen der Flagge auf der Piazza Unità d’Italia kam eine starke kollektive Emotion zum Ausdruck: Die Trikolore wehte in den Fenstern, während die Frecce Tricolori über den Himmel zog. Meloni betonte, dass die Seele von Triest von einem tiefen italienischen Geist geprägt sei, der nach neuen Perspektiven und einer stolzen Zukunft rufe.
Abschließend betonte der Premierminister, wie sehr Triest einen wesentlichen Teil der italienischen Identität darstellt und wie wichtig es ist, seine Ambitionen für eine bessere Zukunft zu unterstützen.